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22 WEINBAUGEBIETE
in 5 Weinbauregionen

    
    
   

1. Weinbauregion
Süd-Pannonien

   
1 - Villány-Siklós   
2 - Mecsekalja
3 - Szekszárd-Tolna
 4 - Tolna
   

2. Weinbauregion
Donau

   
5 - Csongrád   
6 - Hajós-Baja   
7 - Kiskunság   
   

3. Weinbauregion
Nördl. Transdanubien

   
  8 - Ászár-Neszmély   
 9 - Etyek-Buda   
 10 - Mór   
 11 - Pannonhalma-Sokoró   
 12 - Sopron   
   

4. Weinbauregion
Balaton

   
 13 - Badacsony   
14 - Balaton-Süd   
15 - Balatonhochland   
16 - Balatonfüred-Csopak   
17 - Zala   
18 - Nagysomló   
   

5. Weinbauregion
Nordost-Ungarn

   
19 - Bükkalja   
 20 - Eger
 21 - Mátraalja   
22 - Tokaj-Hegyalja
    
   
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Ungarische  Weinsorten
    
In allen Teilen Ungarns werden die Weinverschnitte mit viel Kunst und Liebe zum Wein hergestellt. Ein Misch- bzw. Verschnittanteil süßer Rebsorten - wie Kadarka, Ruländer oder Blaufränkisch, heute immer öfter Furmint, Lindenblatt und Zweigelt - sind vom Klima her ein Zwang in den nordöstlichen Landesteilen.
 
 
Ungarische Weißweinsorten
    
CHARDONNAY - ist die weltweit am meisten verbreitete Rebsorte, weil sie den meisten Böden und Klimata anzupassen vermag. Relativ hoher Alkoholgehalt, manchmal gewisse Süße und eine goldgelbe Farbe sind typisch für den Chardonnay. Geschmacksrichtungen zu Vanille, Himbeeren, Tropenfrüchten, Pfirsich und Tabak werden dem Chardonnay zugedichtet.    
   
Die Chardonnay-Weinstöcke importierte man Ende des 19. Jahrhunderts in großen Mengen aus Frankreich, als der Chardonnay-Wein weltweit ins Mode kam. Der feurige, körperreiche und harmonische Chardonnay hat ein einzigartig feines, manchmal gar "seidiges" Aroma. Die meisten Jahrgänge sind hervorragend und besonders elegant. Vorsicht beim Kauf! Es gibt enorme Qualitätsunterschiede bei Chardonnay von Spitzenprodukt im Weinhandel bis zum Fusel bei den Discountern und Supermärkten.
  
Weinstube im Hotel Palota in Lillafüred Über das ungarische Weinbaugebiet Etyek-Buda wird oft geschrieben: "Der Boden ist für die Entfaltung der markanten, charaktervollen Weine nicht geeignet". Tatsache ist, dass die meisten Weinbauer dieser Weinbauregion fast alles an die Sektkellerei Törley in Budapest verkaufen. Dafür produzieren und ernten sie unreife Trauben, denn ein Sekt nach dreimaliger Vergärung lediglich 11% Vol Alkoholgehalt haben soll. Die Prospektsschreiber arbeiten für die Sektkellerei und drücken mit dieser Herabwürdigung den Preis. Wie unwahr der zitierte Satz ist, erkennt man in Lillafüred, rd. 180 km nordöstlich von Budapest, wo das vornehme Schlosshotel Palota den Chardonnay aus Etyek zur Hausmarke erkor. Chardonnay ist unter Kennern ein beliebter Weißwein. Er wird in Ungarn vielerorts angebaut, schmeckt aber Chardonnay-Genießern wahrscheinlich am besten aus dem Weinbaugebiet Etyek-Buda, wo alles auf Kalkböden wächst, weil es hier keinen anderen Boden gibt. Ein bekanntes Bauernsprichwort besagt: Kalk streckt die Buche und Rebe.
  
Trinktemperatur: 10 °C.
  
Geeignet zu: weißes Fleisch, Geflügelbraten, Spanferkel, gebratene und panierte Fischgerichte. Der Barriquewein passt ideal zum geräucherten Käse.
  
  
CSABA GYÖNGYE
(dt. Perle von Csaba) - ist eine frühreife Rebsorte, ungarische Neuzüchtung Matthias János in den 1920er Jahren.
Die Elternschaft ist umstritten. Zur Auswahl stehen Madeleine Angevine x Muscat Précoce de Saumur sowie Bronnertraube x Muskat-Ottonel. Vermutlich ist das erste Paar verantwortlich, weil beide sehr früh reifen. Die sehr erfolgreiche Sorte wird nahezu in allen weinbaubetreibenden Ländern der Welt angebaut und ist unter unzähligen Synonymen bekannt, wie Batai, Cabaki Cabanka, Cabanska, Cabski Biser, Csaba Gyöngye Muscotaly, Gyöngyfehér, Juli Muscat, Julski Muscat, Korai Balafant, Margaritati, Muskat Ksaba, Pataki, Pearl of Csaba, Perla Chabanskaya, Perl do Saba, Perola de Casaba, Piros Csabagyöngye, Rindunica Strugurilor, Tamîioasa Ciaba, Tokayer, Vengerskii Muscatnii Ranue, Vita da Csaba, Zhemchug Ksaba und Zhemchug Saba.
   
Trinktemperatur: 10 °C.
   
 
  
EZERJÓ
- wurde einst von den Donauschwaben in der Gegend von Mór als Tausendgut angebaut und das bedeutet auf Ungarisch Ezerjó. Er ist ein säurebetonter, trockener Wein mit grüner Farbe, im Geschmack herb und trocken, insgesamt etwas flach und als jung zu trinkender Wein bekannt.
 
Trinktemperatur: 10 °C.
  
  
FURMINT
- eine Rebsorte mit einer besonderen Säurestruktur, die am Somlóberg im Weinbaugebiet Nagysomló nachweislich schon Mitte des 14. Jahrhunderts angebaut wurde trotz andersartiger Behauptung von Wissenspantscher Wikipedia, wo das Heimischwerden von Furmint in damaliger Zeit als Legende abgetan wird, womöglich von der Konkurrenz, denn jeder kann bei Wikipedia allerlei Nachrichten verbreiten. Furmint wurde einst am Somlóberg in verschiedenen Landesteilen Ungarns von italienischen Siedlern angebaut, die aus Neapel den Ruf des ersten Anjoukönigs auf dem Ungarnthron folgten. Furmint spielt heute eine wichtige Rolle bei der Herstellung des weltberühmten Tokajer Ausbruchweines, war im Tokajer Weinbaugebiet schon vor der türkischen Besatzung Ungarns bekannt, der bekanntlich Anfang des 16. Jahrhunderts begann. Auch das war früher, als die gegenteilige, böswillig klingende Behauptung von Wikipedia.
  
Auch im früher (bis 1920) zu Ungarn gehörigen Burgenland wird der Furmint seit einer Ewigkeit kultiviert, dort bezeichnet man ihn jedoch als Mosler. Die Burgenländer Weinbauer konkurrieren schon lange mit dem Tokajer Ausbruchwein. In Rust am Neusiedler See gilt der Furmint schon lange als autochton und dort sind die Ausbruchweine ebenso "legendär", wie in Tokaj.
  
Der Furmint ist eine spätreife Traube, die besonders anfällig ist für die Edelfäule. Die Wachstumsphase verzögert sich gegen Ende der Reifezeit und die edelfaulen (Aszu-) Trauben werden meist in November gelesen. Hoher Säuregehalt und feine Süße mit bis zu 14% Vol. Alkoholgehalt kennzeichnen den Furmintwein, der ein besonders süßer Dessertwein ist. Er ist ein idealer Bestandteil in diversen Verschnitten, oft mit Lindenblatt (Hárslevelü), bisweilen mit Muscat Lunel. Bild rechts zeigt einen lieblichen Cuvéewein aus Lindenblatt und Furmint gemischt, der in deutschen Lebensmittelgeschäften erhältlich ist. Ideal zu Fischgerichten und Geflügel, wie z.B. Paprikahuhn - auch bei Problemen mit der Magensäure.
 
Über den Furmint im Tokajer Ausbruchwein als Verschnitt mit Szamorodni siehe mehr unter Tokajer Aszu.
  
Trinktemperatur: 14 °C.
Tokajer Furmint Cuvee mit Lindenblatt
  
GEWÜRZTRAMINER - wird in Ungarn hier und da CSERSZEGI GEWÜRZTRAMINER genannt – ist ein Hybrid aus Traminer und Irsai Olivér mit einer besonderen Duftnote, die an Champagner mit Muskatgeschmack erinnert. Sein einmaliges Aroma stellt eine echte Weißweinrarität dar. Wegen stark duftendem Buquet und geringer Weinsäure wird der Gewürztraminer als Jungwein empfohlen. Qualitativ hochwertige weine lassen sich aus dieser Rebe nicht erzeugen.
  
Trinktemperatur: 8-10 °C.
  
Geeignet zu:
Beliebt bei Damen als Ersatz für Champagner
 
  
GRAUBURGUNDER - ist eine Mutation von Pinot Noir. Er stammt aus der Burgunder Gegend in Frankreich und war dort bis ins späte Mittelalter massenhaft kultiviert, irgendwann geriet er jedoch in Vergessenheit. Seine Wiederentdeckung wird auf den deutschen Kaufmann Johann Seger Ruland im Jahre 1711 zurückgeführt, woher auch die in Süddeutschland bevorzugte Bezeichnung Ruländer stammt. Eine andere Bezeichnung in Italien ist Pinot Grigio, in Frankreich Pinot Gris. Beim Grauburgunderwein gibt es enorme Qualitätsunterschiede, die sich aus dem Anbaugebiet und Pflege ergeben. Wissenswert ist, dass der Grauburgunder ein von den sauersten Reb- bzw. Weinsorten ist und wer die Anbauböden in Italien kennt, weiß bescheid, die Böden dort sind ungeeignet für den Anbau dieser Rebsorte. Der Weinkenner Alfred Biolek schrieb nicht zufällig: "Der Pinot Grigio ist aus meiner Sicht ein Wein für Leute, die sich am schönen Namen berauschen statt am guten Wein."
  
Der Grauburgunder ist relativ neu in Ungarn, wurde direkt aus Frankreich eingebürgert auf den Weingüter der Benediktinerabtei von Pannonhalma und hieß dort zuerst Tokajer. Dieser Name wurde ihm zugedichtet anhand seiner gelblichen Farbe, die an den Tokajer erinnert. Der Grauburgunderwein aus der Abtei Pannonhalma erzielte in den 1920er Jahren bei mehreren internationalen Weinausstellungen die Goldmedaille, hieß aber damals noch Tokajer. Merkwürdig ist es, dass die Abtei kaum noch Goldmedaillen gewinnen konnte, nachdem sie nach einem Gerichtsurteil den Namen Tokajer nicht mehr führen durfte. Seitdem bezeichnet man unseren Ruländer bzw. den Grauburgunder in Ungarn als Szürkebarát bzw. Graumönch in Erinnerung an die Abteimönche in Pannonhalma, die diese Rebsorte in Ungarn heimisch machten.
  
Dank Klima und guter Pflege ist der Graumönch, bzw. Szürkebarát in Ungarn ein süßlicher Wein mit viel Restzuckergehalt, ganz anders, als Pinot Grigio in Italien. Viele mögen ihn pur, umso mehr dient der Graumönch in Ungarn als Cuvée zur Verbesserung qualitativ weniger lukrativer Weine, so auch im Tokajer Anbaugebiet, wo es vielen Reben einiges vom Klima her fehlt.
  
Trinktemperatur: 12 °C.
 
Geeignet zu: Gulaschverwandte Gerichte, Seklerkraut und Wildgerichte, wenn man keinen Rotwein mag.
  
  
GRAUMÖNCH - siehe Grauburgunder.
  
GRÜNER VELTINER - Langsam aber sicher wird ihm auch in Ungarn mehr Beachtung geschenkt. Ein Prozess, der angesichts seines Potentials und der Vorbildrolle, die das Nachbarland Österreich bei der Erzeugung exzellenter Grüner Veltliner spielt, früher oder später einsetzen musste.
  
Grüner Veltiner bringt gute Erträge und ist ziemlich widerstandsfähig. Sortentypische Charakteristika sind: trocken, pfeffrig und würzig, erinnert bisweilen auch an Pfefferminze. Die ganz Großen unter den Grünen Veltiner sind konzentriert, langlebig und erinnern an weiße Burgunder. In Ungarn kommt er vor allem im Balatonhochland in der Gegend von Mőcsény vor.
  
Trinktemperatur: 8-12 °C.
  
Geeignet zu: Fischgerichten
  
HÁRSLEVELŰ - siehe unter Lindenblatt.
    
  
IRSAI OLIVÉR
- (dt. "Oliver aus Irsa") eine 1930er Neuzüchtung, Hybrid aus Csabagyöngye und Weißem Preßburger. Eine in der Slowakei und Nordwestungarn regional kultivierte frühreife Sorte, die leider anfällig ist gegenüber deem echten Mehltau. Milde Säuren und ein muskatartiges Buquet charakterisieren diesen Tafelwein, der früh getrunken werden muss.
  
Trinktemperatur: 12 °C.
    
  
JUHFARK
- eigentlich Somlói Juhfark (dt. "Schafswedel aus Somló" oder einfach nur Lämmerschwanz) - ist einzigartig im kleinen Weinbaugebiet Nagysomló, weil diese Rebsorte ausschließlich dort angebaut wird. Sienen magisch klingenden Namen erhielt diese Rebsorte von ihren länglichen, walzenförmigen Trauben. Empfindlich gegenüber Frost und Mehltau. Die besonderen vulkanischen Böden und diese Rebsorte gehören seit Jahrhunderten zwingend zusammen. Denn dort, und ausschließlich dort, an den Hängen des Solmóberges, des markanten Vulkanfelsens, wird er angebaut.
  
Im Glas ist der Juhfark strohgelb, im Geschmack markante Säuren, im Hintergrund leichte Herbheit. Er altert schön, gibt sich ausgesprochen männlich, insgesamt sehr charaktervoll. Inzwischen kann man ihn jedoch wieder in hoher Qualität von einigen Somlóer-Winzern bekommen.
  

Juhfark ergibt einen trockenen Weißwein mit einem einzigartigen, vielversprechendem Aroma - ein Unicum aus Ungarn. Juhfark aus Somló ist der Hauswein der Habsburger Kaiserdynastie seit einigen Jahrhunderten, weil ihnen einmal glaubhaft eingeprägt wurde, dass man in der Hochzeitsnacht ausgerechnet diesen hochwertigen Wein trinken sollte für den männlichen Nachwuchs. Gemäß dem Volksglauben habe die Kaiserin Maria Theresia vor dem Schlafengehen stets ein Glas davon getrunken. Sie brachte sechzehn Kinder zur Welt. Aus diesem Grund wird auch im englischen Könighaus Juhfark kredenziert - mit sichtbarem Erfolg!
  
Trinktemperatur: 10-12 °C.
    
  
KÉKNYELŰ
(dt. Blaustängler) - ein Spitzenwein von einer besonderen Rebsorte, die nur in Ungarn vorkommt. Früher weit verbreitet, drohte der Blaustängler Mitte der 1990er Jahre auszusterben. Selbst in seiner Hochburg Badacsony, am Nordwestufer des Balaton, war er nur noch selten anzutreffen. Ihre Rarität verdankt diese Rebsorte einer Laune der Natur, indem sie ausschließlich weibliche Blüten produziert, die schwer zu befruchten sind. Zudem ist der Blaustängler anfällig gegenüber Kalamitäten und liefert wenig Erträge.
  
Reinsortiger, mit Umsicht bereiteter Blaustängler ist aromatisch, besitzt lebhafte Säuren und ist anregend. Egal ob jung oder alt, stets weist er eine hellgrüne Farbe auf und hat ein leicht parfümiertes, jedoch nicht aufdringliches Bouquet. Es ist einigen ambitionierten Winzern zu verdanken, dass der Blaustängler in der nordwestlichen Balatonregion erneut zu erleben ist. Ein Anreiz für den Anbau ist der Preis, den der Weinbauer bei guter Pflege für die hohe Qualität erzielen kann.
  
Trinktemperatur: 10-12 °C.
    
KÖNIGLICHE MÄDCHENTRAUBE - Ein sehr süßer Dessertwein - demnächst mehr. 
  
Trinktemperatur: 12-16 °C.
  
Geeignet zu: Geflügel- und Fischgerichten, ferner zu den mayonnaisehaltigen Produkten der Kalten Küche mit und ohne Kaviar.
Königliche Mädchentraube
  
KÖVIDINKA (dt. Steinschiller) - Eine schlichte Rebsorte mit langer Tradition in der Großen Ungarischen Tiefebene auf nährstoffarmen Sandböden. Kövidinka ist ein frischer, unbedingt jung zu trinkender fruchtiger Tafelwein mit niedrigem Säuregehalt.
  
Trinktemperatur: 10 °C.
  
   
LINDENBLATT
- ist eine uralte ungarische Sorte, die auf sonnigen Hügeln auf fruchtbarem Boden wächst und Ende Oktober die volle Reife erreicht. Das Endprodukt ist ein halbsüßer Weißwein, der in den südlichen Weinbauregionen in guten Weinjahren honigsüß schmecken kann. In guten Jahrgängen duftet der daraus hergestellte säurige, körperreiche Wein intensiv nach Lindenblüten, schmeckt angenehm und ein wenig herb. Die Bezeichnung "Lindenblatt" stammt von der Blattform dieser Rebe. Aus den Trockenbeeren wird ein unnachahmlich feiner, nach Honig duftender, halbsüß bis süßer Dessertwein hergestellt. Neben Furmint, der den Hauptanteil im Tokajer Ausbruchwein bildet,  steuert der Lindenblattwein den Duft des Tokajer bei. In anderen nördlicheren Weinbaugebieten dient das Lindenblatt in Weinverschnitten für die Markttauglichkeit anderer Weinsorten. In Deutschland wenig bekannt, ist der Lindenblattwein im englischsprachigen Raum besser bekannt und erhält ihn in Kanada und den USA in allen Liquore Stores. Der Ungarntourist sollte daher das Lindenblatt im Urlaubsland probieren und sich beim Gefallen entsprechen versorgen. Besonders beliebt/bekannt ist "Debrői Hárslevelű" aus dem Weinbaugebiet Eger.
  
Trinktemperatur: max. 12 °C.
  
Geeignet zu: Fettreiche Speisen, Suppen mit Einlage, Geflügel-, Wild- und Kalbsfleisch, Pasteten, Obstdesserts.
 
MÄDCHENTRAUBE - Leányka ist ein nach Früchten, vor allem nach Aprikose duftender, süßer Massenwein aus Ungarn, der in letzter Zeit in deutschen Supermärkten in Hülle und Fülle erhältlich ist. Die Rebe ist zwittrig selbstfruchtend und daher in diesem Sinne besonders pflegeleicht. Der günstige Preis soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen qualitativ hochwertgen Dessertwein handelt, der mit dem Tokajer Ausbruchwein gut vergleichbar ist. Das liegt womöglich an seinem Ursprung. Die Mädchenraube war ursprünglich eine ungarische Züchtung aus Sylvaner (eine nach Früchten duftende Sorte) und heute unbekannter, bessonders süßen Rebsorte(n), womöglich Furmint (Rebe für den Tokajer Ausbruchwein) und/oder Lindenblatt und wird heute vorwiegend in rumänischen und moldawischen Anbaugebieten gepflegt, aber ihr Anbaugebiet erstreckt sich weit darüber hinaus östlich in der Ukraine und westlich bis nach Österreich. 
  
Trinktemperatur: 12-16 °C.
 
Mädchentraube
Geeignet zu: Geflügel- und Fischgerichten.     
   
     
MUSKATELLER - wird von der Damenwelt bevorzugt, womöglich wegen seinem an Parfüm erinnerndes Aroma.
 
Trinktemperatur: 12 °C.
    
  
OLASZRIZLING
- siehe unter Welschriesling  
   
  
RIESLING
- einst von deutschen Siedlern aus dem Elsaß und Baden mitgebracht, bezeichnen die Ungarn ihren Riesling als Rheinischer Riesling (Rajnai Rizling). - Die Natur hat dem Riesling eine hohe Weinsäure beschert. Sein Aroma ist stets kräftig, kann blumig sein, stahlig oder ausgesprochen würzig und je nach Anbaufläche mehr oder weniger mineralisch. Sein hartes Holz lässt den Riesling auch harte Fröste überstehen. In Ungarn besteht zumeist die Gefahr, dass er aufgrund des im Vergleich zu Deutschland etwas wärmeren Klimas zu früh reift und stumpf schmeckt.
  
Heute dominiert der Riesling die Weinbaugebiete nördlich vom Plattensee und erzielte bei internationalen Weinausstellungen öfter die Goldmedaille.
  
Trinktemperatur: 10 °C.
 
Geeignet zu: Aperitif, Suppen mit viel Einlage, Pörkölt, gefülltes Kraut, kalte Braten. Passende Ksesorten sind: Camembert, Óvári und trappistenkäse.
  
  
RULÄNDER
- siehe unter Grauburgunder 
   
  
SAUVIGNON BLANC
- allg. bekannt.
 
Geeignet zu: Käse, Fisch, weißes Fleisch
  
  
SZÜRKEBARÁT
- siehe unter Grauburgunder
 
  
TAUSENDGUT
- siehe unter Ezerjó
  
  
TOKAJER ASZU bzw. AUSBRUCHWEIN
- siehe unter Tokaj-Hegyalja   
   
Ein edler Weißwein aus Tokaj über den TOKAJER: - Fein geht es bei der Herstellung der weltweit berühmtesten Weinsorte zu, dem Tokajer Ausbruchwein, den einst der französische Sonnenkönig zur Königin aller Weine ernannte. Dabei besorgen - nach alter Tradition - noch immer die "Rosinen" (vergleichbar mit Trockenbeerenauslese) im Heurigen die Süße und den relativ hohen Alkoholhegalt. Bei ca. 16% wird die alkoholische Gärung künstlich unterbrochen. Nach der neuen ungarischen Gesetzesnovelle "zum Schutze und zur schärferen Kontrolle der einheimischen Weinsorten" - soll bei der Herstellung der Tokajer Ausbruchsweine nur noch der neue Wein verwendet werden.
  
Früher reifte der Tokajer in Eichenfässern heran und darin behielt er seine Güte unheimlich lang. Vor den türkischen Besatzungstruppen veresteckte Flaschen fand man 2-3 Jahrhunderte später in gutem Zustand. Wegen dr neuen ungarischen Gesetzgebung benötigen die Winzer neuartige Heizkessel aus Edelstahl, damit der neue Wein durch Wärmebehandlung in 2-3 Wochen bis zur Trockenbeerenlesezeit zur erneuten Gärung bereit ist. Früher waren die zu Rosinen geschrumpften Trockenbeeren je nach Weinjahr und Erntezeit auch in den Vorjahreswein getaucht. Nur noch Großproduzenten können da mithalten und die traditionell arbeitenden Weinbauer werden von der Produktion ausgeschlossen falls sie nicht mitmachen - ein Dank an die Verfasser des neuen ungarischen Weingesetzes! Wenn mit der neuen Technologie die Haltbarkeit scheinbar anders geworden ist, der Tokajer weniger süß schmeckt, als er vom Sonnenkönig zur Königin aller Weine erklärt wurde, Weinhändler aus fremden Ländern den Geschmack bestimmen und laufend neue Anbaugebiete in der Slowakei hinzukommen, dann ist das Schicksal des Tokajerweines womöglich schon längst besiegelt - in Brüssel und Budapest tut das seine hinzu. Einst honigsüß und schwerflüssig, schmeckt der Tokajer Ausbruchwein heute eher wie ein besserer (?) Wermuthwein.


Trotz alledem zählen in Brüssel nur die Zahlen und Prozentpunkte von Zucker- und Alkoholgehalt, neurdings auch die Herkunft.
  
  
TRAMINER
- ist ein milder, harmonischer und eleganter Wein mit markant-feinem Duft und Geschmack. Der Traminer ist in Ungarn schon lange vom Markt verdrängt! Die Ungarn verwechseln ihn mit Gewürztraminer und wenn sie Traminer anbieten, dann servieren sie Gewürztraminer. Je nach Anbaufläche halbsüß bis süß, immer mit weichen Säuren und würzigem Aroma. Das Prickeln auf der Zunge erinnert an Sekt.
  
Trinktemperatur: wie Sekt, 8 bis 12 °C, je würziger, umso kühler.
 
Geeignet zu: Helles Geflügel, Gänseleber, gebratene Fischgerichte, Schweinefleisch- und Kalbsgerichte mit Obstbeilage, Desserts
  
  
WELSCHRIESLING
(olaszrizling, spiegelübersetzt: Italienischer Riesling) - eine Rebsorte, dessen ungarischer Name auf italienischen Ursprung deutet und könnte zueerst am Somlóberg womöglich mit Furmint zusammen angebaut worden sein, als im Gefolge der Anjou Könige (1308-1382) viele Italiener aus der Gegend von Neapel nach Ungarn umsiedelten. Das waren noch bodenständige, von griechischen Flüchtlingen noch nicht überrante Neapolitaner. Welschriesling hat mit dem deutschen Riesling nur den Namen gemeinsam.
  
Der Welschriesling gilt in Ungarn schon lange als autochton, hat trotz seiner Bezeichnung wahrscheinlich nur soviel mit Riesling gemeinsam, dass beide Rebsorten kühleres Bergklima in exponierten Lagen vertragen, stark säurehaltige Weißweine ergeben und die Reben besonders viel Früchte tragen. Sein Geschmack erinnert an Mandeln, die nördlich vom Plattensee vielerorts am Wegesrand anzutreffen sind. Typisch ist seine grünweiße Farbe. Weitere Charakteristika sind: trocken, samte Säuren und feuriges Aroma. Qualitätsmäßig ist der größte Anteil vom erzeugten Welschriesling gerade noch trinkbar und wird als charakterloser Tafelwein aufgetischt. In günstigen Jahren bei später Ernte bildet sich Edelfäule. Qualitativ höhrwertigen, reinen Welschriesling findet man westlich von Badacsony am Berg Szent György, ferner im Weinort Csopak, östlich der Halbinsel Tihany.
  
Der Welschriesling ist spätreif, erreicht erst in der zweiten Oktoberhälfte die volle Reife in den südlichen Weinbauregionen, ansonsten später oder - wie in den nördlicheren Weinbauregionen - nie ganz. Der feurige und trotzdem milde, harmonische Weißwein duftet leicht nach Reseda und erinnert an den Geschmack bitterer Mandeln. Aus den überreifen Trockenbeeren kann ein hervorragender Dessertwein bester Qualität hergestellt werden. Der Schriftsteller Sándor Márai äußert sich in einem seiner Werke wie folgt: "An der Harmonie des Welschriesling erkennt man die Bildung eines Lateiners, die auch Pannonien eigen ist, und die hohe Weinkultur. Der Welschriesling gibt dir das Gefühl der Geborgenheit: Als säßest du mit Verwandten zusammen im vertrauten Gespräch."
   
Trinktemperatur: 12 °C.

 
Geeignet zu: Belegte Brote, kalte Braten, Sülze, Fischsuppe, Kalbfleischgerichte, Camembert und Brie-Käse.
  
  
ZÖLD VELTINI - siehe unter Grüner Veltiner
    
  
ZWEIGELT (Weiß- und Rotwein)
- ist relativ neu in Ungarn. Die Bezeichnunng kommt von der besonderen, symmetrischen Blattform. Er wurde zuerst auf der Halbinsel Tihany angebaut und sollte ursprünglich durch seinen höheren Restzuckergehalt als Cuvée zur Linderung der starken Säuren hiesiger Weine beitragen. In dieser Hinsicht erfüllt Zweigelt die gleiche Funktion, wie das Lindenblatt, ist jedoch weniger anfällig gegenüber Krankheiten. Der Zweigelt als Weißwein ist weniger begehrt, als das Lindenblatt, sodass beide Sorten ihre Aufgaben noch lange nebeneinander erfüllen werden.
   
Trinktemperatur: 14 °C.
  
    
    
Ungarische Rotweinsorten
    
BLAUER PORTUGIESER - Ursprünglich hieß diese Sorte Oporto, dieser Name wurde jedoch nach dem EU-Beitritt Portugals in anderen Ländern verboten. Diesen Wein hatten einst die deutschen Siedler aus ihrer Heimat mitgebracht. Es gibt heute kaum einen Weinbauer in Ungarn, der seinen Gästen nicht ein Gläschen feinen Blauen Portugieser oder diesen als Rosé vorsetzen könnte. Die frühreife Sorte bringt auf dem fruchtbaren Boden des sonnigen Villányer Bergs besonders reiche Ernte und beste Qualität. Der Portugieser in der Weinbauregion Villány-Siklós kann klimabedingt in keiner anderen Weinregion nachgeahmt werden. Den Blauen Portugieser benutzt man auch zur Herstellung feiner Roséweine.
   
  
BLAUFRÄNKISCH - Der Blaufränkische Wein ist rubin- oder dunkelrot mit männlich-markantem Charakter, ein schwerer und aromatischer Rotwein mit hohem Gerbsäuregehalt - sehr beliebt. Die Weinbauern nennen ihn auch Burgunder. Der Wein reift ziemlich langsam, die Süße wird nach etwa einem Jahr von einem feinen, samtigen Geschmack abgelöst. Dank dem edlen Aroma gehört der Blaufränkische zu den köstlichsten Weinsorten Ungarns. Der daraus hergestellte Rosé erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Während der Blaufränkische aus den südlichen Weinbauregionen (Region 1 bis 3) ein süßer Wein ist, schmeckt er säuerlich bis bitter in den nordöstlichen Weinbauregionen und gibt den charakteristischen Geschmack des sog. Erlauer Stierblutweines aus dem Weinbaugebiet 20 (Eger bzw. Erlau) an.
  
Trinktemperatur: 14 °C.
 
Geeignet zu:
Schweine- und Rindsbraten, Paprikasch, Wildbret, Marmor- oder Blauschimmelkäse, der in Ungarn Roquefort genannt wird.

   
  
CABERNET FRANC
- die Rebsorte ergibt eine stark würzige und farbintensive, nach Himbeeren duftenden Rotwein bester Qualität. Der Cabernet Franc ergibt einen dunkelroten, nach Brombeeren duftenden Rotwein bester Qualität. Sein Geschmack erinnert an Schlehen, Walderdbeeren und Pflaumen. Durch den hohen Tannin- und Extraktgehalt, das intensive Aroma und den samtigen Geschmack beschert er dem Weinkenner ein einmaliges Erlebnis. Aus den Trauben werden auch wohlschmeckende Barrique-Weine hergestellt.
  

Trinktemperatur: 14 °C.
 
Geeignet zu: Wildgerichte, Innereien, Wildbret, Lammbraten, geräucherter Käse.

   
  
CABERNET SAUVIGNON
-
Der granatapfelrote Cabernet Sauvignon verfügt über außerordentlich komplexe Aroma- und Geschmacknoten. Sein Geschmack erinnert an schwarze Johannisbeere, Brombeere und Eukalyptus, sein Duft an Kirschen, Zeder, aber auch an Feigen, Schokolade und Sauerkirschen. Ähnlich dem Cabernet Franc ist er auch tanninreich. Sein Alkoholgehalt liegt selten unter 12 Prozent. Gute Jahrgänge zeigen erst nach 5 bis 10 Jahren Lagerung ihr wahres Potential. Dieser körperreiche und tanninhaltige Wein ist wegen seines bestimmenden Sortencharakters ein beliebter Grundwein für Verschnitte. Aus den Trauben werden auch wohlschmeckende Barrique-Weine hergestellt.
  

Trinktemperatur: 16 °C.
  
Geeignet zu: frisch gebratenes Rindsfleisch, Wildpörkölt (dt. Wildgulasch), Pilzgerichte, Hartkäse, Blauschimelkäse, der in Ungarn Roquefort genannt wird.

   
  
KADARKA
-
Der Kadarka ist eine empfindliche Rebsorte, die zu hohen Erträgen neigt, aber nur mit entsprechender Ertragsreduzierung und Sorgfalt kann aus ihren Reben ein bemerkenswerter Wein hergestellt werden. Der würzige Wein mit hohem Alkoholgehalt und dezentem Geschmack passt sehr gut zu den traditionellen ungarischen Speisen. Er ist ein richtiger „Gesellschaftswein“. In ausgezeichneten Jahrgängen erbringt er einen ganz besonderen, nach Schokolade, Sauerkirschen und Gewürzpaprika schmeckenden Wein. Gewöhnlich wird er nicht lange gelagert, er schmeckt ja gerade durch seine Frische so zauberhaft.
 
Trinktemperatur: 14 °C.
  
Geeignet zu:
Kalbs- und Lammfleisch, Fischsuppe, Gulasch, Paprikasch, Makaroni, spaghetti.

   
  
KÉKFRANKOS
-
siehe unter Blaufränkisch
  
  
MERLOT - Der Merlot ist ein sanfter, dunkelroter Rotwein mit intensivem Duft und Geschmack. Nur in den südlichen Weinbaugebieten 
Villány-Siklós Mecsekalja  Hajós-Baja und Szekszárd-Tolna schmeckt er weniger herb, Klima und Böden sorgen dafür.
   
Merlot ist der wichtigste Bestandteil im Bordeauxwein, der in Frankreich ähnlich, aus der Mischung von dunklen Rebsorten hergestellt wird, wie auch der Stierblutwein in Ungarn. Zum Bordeaux mischt man die Säfte von 5-6 Rebsorten, die außer dem Merlot hauptsächlich nur in Frankreich wachsen.
  
In Ungarn gab es ein Gesetz für den Stierblutwein, das etwa bis zur Jahrtausendwende in Kraft war. Demnach durften nur drei verschiedene Rebsäfte (Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc) gemischt werden. Es gab sogar eine Vorschrift für die Bestimmung von Weinkomissariaten, die aus Weinfachleuten zusammengesetzt je nach Ernte jährlich neu über die Mischverhältnisse bestimmten, aber das hat sich mit der Privatisierung erledigt. Nachdem laufend neue, nie dagewesene Rebsorten für die Pflege von Merlot im Stierblutwein angebaut werden, weiß man heute nicht mehr, was in der Flasche steckt. Aber so ist es, wenn der Weinbauer selbst garantieren soll für die Qualität, den man im eigenen Land bestenfalls nur die Nachbaren kennen, aber genauso ist es im Weinbaugebiet Bordeaux. Heute soll die Herkunft maßgeblich sein für die Qualität - dank EU...
  
Geeignet zu: warmer Schinken, gepökelte Gans- und Entengerichte, geräucherte Zunge.
  
  
PINOT NOIR - Der Pinot Noir ist ein kräftiger trockener Rotwein von höchster Qualität aus dem französischen Edelgewächs Blauburgunderrebe (Pinot noir) von der Cote d´Or. Pinot Noir reift in den südlichen Weinbauregionen (Region 1 bis 3 und 15) unter vergleichbaren Klimabedingungen auf vergleichbar guten Weinböden heran, wie im ursprünglichen Anbaugebiet in der Bourgogne, woher er im 18. Jahrhundert von den ansiedelnden Donauschwaben mitgebracht und seitdem in den genannten Weinbauregionen erfolgreich angebaut wird. Pinot Noir trinkt man etwas gekühlt - nicht über 15°C -  zu allen anspruchsvollen Speisen. Er ist an erster Stelle zu empfehlen zu allen Wildgerichten.
 
Geeignet zu: ideal im Sommer zu Letscho und als Erfrischungsgetränk Spritzer bzw. Schorle.

   
  
PORTUGIESER
- Einst von den Donauschwaben mitgebracht, ist gut zwei Jahrhunderte danach heute in ganz Ungarn verbreitet und ist dort heute ein von den beliebtesten Landweine. Die frühere, jahrhunderte alte Bezeichnung als Oporto wurde von der EU verboten, da es eine portugiesische Landesspezialität sein soll, verboten ist jedoch nur die Bezeichnung als Oporto.
 
Der Portugieser ist auch als Jungwein sehr wertvoll, außerdem ergibt er auch feine Roséweine. Er bleibt bis zur nächsten Weinlese frisch und fruchtbetont. Die beliebte Feier des Jungweines am Martinstag (11. November) hat seinen Erfolg dem Portugieser zu verdanken. Als Jungwein nach französischem Vorbild auf den Etiketten als Primeur bezeichnet, bleibt er biss zum nächsten Frühling wunderbar aromatisch. Wie die moderne Küche zunehmend nach die leichte Kost bevorzugt, so wird auch der Portugieser immer beliebter.

  
Geeignet zu: Geflügel- und Rindsbraten, Fischsuppe, Kalbsbraten.
    
 
   
ROSÉWEINE
- werden in Ungarn oft als Schillerweine genannt.
 
Geeignet zu: gedünstetes oder gekochtes Schweinefleisch, kalter Braten, Aufschnitt, Gemüse- und Cremesuppen, Ziegenkäse.
  
   
SPÄTBURGUNDER
- siehe unter Pinot Noir
  
   
STIERBLUTWEIN:
- Die Bezeichnung ist ein Fantasiename für den Bordeuwein, eigentlich nichts mehr als ein Schmarrn. Die erste schriftliche Aufzeichnung dieser Bezeichnung entstammt aus einem Weinlied aus dem Jahr 1846, geschrieben von dem Literaten Garay aus Szekszárd. Gemeint ist ein Cuvéewein, der in dieser Gegend seit ca. 1700 bekannt ist. Damals siedelten hier die Donauschwaben an und wahrscheinlich sie brachten das "Rezept" zur Mixtur mit, das absolut identisch ist, mit der Herstellung von Bordeauxwein. Merlot ist ein qualitativ hochwertiger Wein, der als Hauptwein und Geschmacksträger mit 2-3 (neulich noch mehr) Rotweintrauben den Stierblutwein abrunden - gebauso, wie in Frankreich den Bordeauxwein...
  

Stierblut aus EgerDer Erlauer Stierblut aus dem nördlichen Weinbaugebiet Eger wird weltweit vermarktet und ist weltbekannt, wenn man den ungarischen Werbebroschüren glaubt. Bekannt ist er tatsächlich unter den im Ausland lebenden Ungarn. Die Entdeckung des Stierblutweines wird in der Ortschaft Eger mit dem Türkenkrieg im 16. Jahrhundert in Zusammenhang gebracht, steht in allen Werbebroschüren, die sich damit bei Weinkennern unglaubwürdig machen. Vergessen wird dabei, weil weniger Reklame dafür gemacht wird, dass der magisch klingende Name "Stierblut" nach der ungarischen Weingesetzgebung auch noch in einem anderen Weinbaugebiet benutzt werden darf. Durch Werbeprospekte geblendet, viele Ungarn wissen heute nicht mehr, dass die Weinsorte der Marke Stierblut ursprünglich nur im südlichen Weinbaugebiet Szekszárd-Tolna bekannt war, wo man das Wort "Stierblut" seit 1846 aus den Federn des Literaten Garay kennt. Géza Gárdonyi (geb. Ziegler), ein anderer Dichter stammte aus Gárdony, ebenfalls im südlichen Weinbaugebiet Szekszárd, wo der Weinbau nach der Ansiedlung der Donauschwaben begann. Die Neubürger kannten den Stierblutwein offensichtlich schon lange, vermutlich genauso wie im Schwabenland unter der Bezeichnung Bordeaux.
  
Der Stierblut-Schmarrn - Das Fabelmärchen über den Stierblutwein aus Eger, der in einer heldenhaften Schlacht im Jahre 1541 bei den kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Türken eine Rolle gespielt haben sollte, erfand
der Dichter Gárdonyi als er nach Eger im nordöstlichen Weinbaugebiet umzog. Erst bei der Veröffentlichung seines Buches im Jahre 1899 stellte sich heraus, dass man den Stierblutwein in Eger überhaupt nicht kannte. In Eger machte das nichts aus, die Gesellschaft schloss ihn dafür besonders gerne in ihre Reihen.
  

Der Stierblutwein ist ein Cuvéewein aus drei (heute bis zu fünf) Rotweinsorten, die je nach Erntejahr jährlich neu zusammengesetzt werden. Den Hauptanteil bildet der Merlot und die anderen Mischreben sorgen für die Genießbarkeit und Vermarktung des Stierblutweines. Es ist eine Methode, die 100%ig identisch ist mit der Herstellung des Bordeauxweines. - Ein Zufall? - Ganz ähnlich ist der Bordeauxwein in Frankreich ein Verschnitt aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot. Die gleichen oder vergleichbaren Rebsorten sprechen dafür, dass man in Ungarn den Bordeauxwein unter der Bezeichnung Stierblut abgekupfert hat, aber das will in Ungarn heute niemand wissen. Umso interessanter ist es, wenn heute in Österreich immer mehr Stierblutwein aus heimischer, österreichischer Produktion auf den Markt kommt. Sicherlich liegt es daran, dass die Marke Bordeaux in der EU geschützt ist und der Fantasiename mehr bringt, als der Hauptwein Merlot selbst, weil für Merlot praktisch keine Werbung gemacht wird. - Wir freuen uns darauf und genießen den deutlich preisgünstigeren Merlot, als das Mischprodukt Bordeaux- oder Stierblutwein.

    
  
SYRAH
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Der Syrah ist eine relativ ertragreiche Sorte, die sich aufgrund ihrer Tannine für den Ausbau in Holzfässern empfiehlt. Aus den Trauben werden auch wohlschmeckende Barrique-Weine hergestellt. Diese ursprünglich aus Persien stammende Rebsorte ergibt sehr körperreiche Weine mit feinen Tanninen, die im Vergleich zu den Cabernetsorten früher reif und trinkbereit werden.
   
Trinktemperatur: 10 °C.
   
 
  
ZWEIGELT
- Der Zweigelt als Rotwein ist relativ neu in Ungarn. Er stammt aus dem Burgenland und wurde zuerst auf der Halbinsel Tihany kultiviert, wo er durch seinen höheren Zuckergehalt als Cuvée zur Linderung der starken Säuren in diesem Weingbaugebiet beitragen. In dieser Hinsicht erfüllt der Zweigelt die gleiche Aufgabe, wie Lindenblatt unter den Weißweinen, ist jedoch weniger anfällig gegenüber Kalamitäten. Der Zweigelt als Rotwein ist zwar bekannt in Ungarn, benötigt jedoch noch lange viel Werbung
.
   
Trinktemperatur: 16 °C.
   
 
   
   
Ungarn-Tourist Team                                                                                                               
   
 
     

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