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22 WEINBAUGEBIETE
in 5 Weinbauregionen

    
    
   

1. Weinbauregion
Süd-Pannonien

   
1 - Villány-Siklós   
2 - Mecsekalja
3 - Szekszárd-Tolna
 4 - Tolna
   

2. Weinbauregion
Donau

   
5 - Csongrád   
6 - Hajós-Baja   
7 - Kiskunság   
   

3. Weinbauregion
Nördl. Transdanubien

   
  8 - Ászár-Neszmély   
 9 - Etyek-Buda   
 10 - Mór   
 11 - Pannonhalma-Sokoró   
 12 - Sopron   
   

4. Weinbauregion
Balaton

   
 13 - Badacsony   
14 - Balaton-Süd   
15 - Balatonhochland   
16 - Balatonfüred-Csopak   
17 - Zala   
18 - Nagysomló   
   

5. Weinbauregion
Nordost-Ungarn

   
19 - Bükkalja   
 20 - Eger
 21 - Mátraalja   
22 - Tokaj-Hegyalja
    
   
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Weinbaugebiet 22 - Tokaj-Hegyalja
  
Fläche:
5,246 Hektar - Aus klimatischer Sicht die kühlste Weinbauregion von Ungarn. Es gehört schon zur Weinbaukunst, unter diesen klimatischen Verhältnissen noch akzeptable Qualität zu erzeugen.
  
Nach einer uralten Gesetzesregelung dürfen insgesamt 30 Ortschaften in Ungarn Tokajer Wein produzieren. Diese Regelung wird auch heute noch angewendet, obwohl einige dieser Ortschaften sich heute im Nachbarland Slowakei befinden. Juristisch gesehen ist der Tokajer ein Ungarnwein. Zum zentral gelegenen Kelterbetrieb in Tolcsva liefern auch die Slowaken ihre Sauerweine. Wichtige Weinbausiedlungen sind Mád, Tarcal, Tállya, Rátka, Bodrogolaszi, Bodrogkeresztúr, Tolcsva, Sárospatak und Tokaj. Tokaj ist ein ausschließlich Weißwein gebendes Weinbaugebiet. Rechts ein Bild von der Ortschaft Tokaj, von wo der berühmte Wein seinen Namen hat. Weinbauort Tokaj
  
Unter ganz anderen klimatischen Verhältnissen reifen die Tokajer Weine in Australien und Kalifornien heran. Wenn sie die Bezeichnung Tokajer nicht mehr lange benutzen dürfen, ist es aus fachmännischer Sicht Schade für die Qualität. Die Rebe ist eine tropische Pflanze und die Trauben können von Natur aus nicht genug von der Sonne haben. So erfordert die Weinproduktion in Tokaj vielmehr Kunst am Weinberg und fragwürdige Aktivitäten bei der Kreation in den Weinkellern. - Natur adé im Ungarnwein?
  
Die schwerflüssigen Weine mit hohem Säurengehalt entstanden früher durch klassisch oxidative Gärung und Reifung, in den letzten Jahren gibt es immer mehr Tokajer Weine mit reduktivem Charakter im Handel. Das hängt u.a. mit der neuartigen Weinproduktion zusammen - statt Fässern nunmehr in Edelstahlkesseln. Das ermöglicht eine schnellere Gärung und erspart die Unterhaltung von traditionellen Weinkellern durch neue Weinspekulanten, die selbst keinen Weinbau betreiben und kein Weinland haben - zumindest so lange, bis die Eigentümer von Weinkellern nachrüsten. Langfrisiitg gehört ihnen das Terrain weiterhin, weil die neue Methode extrem Energieverschwendend und daher auch umweltschädlich ist.
 
In einem weltberühmten Weinbaugebiet lebt man nicht nur von der Arbeit allein. Es werden laufend neue Legenden erfunden, die den besonderen Wert des Tokajer Weines hervorheben sollen. So eine ist die folgende Geschichte.
  
Nach einer Legende bot der Priester Máté Sepsi Lackó zu Ostern im Jahre 1631 Zsuzsa Lórántfy den ersten Ausbruch in Sátoraljaújhely an. Die Weintraube kam von der Flur Orémus. Dieses Ereignis geschah nach neueren Forschungen, wenn überhaupt, dann mindestens einige Jahrzehnte früher, aber wichtiger ist, dass es in der Weinbauregion Hegyalja wahrscheinlich schon viel früher Ausbruchwein produziert wurde. So wird im Jahre 1590 in dem lateinisch-ungarischen Wörterbuch von Balázs Szikszai Fabricius belegt, dass der Ausdruck "Aszu" für "Ausbruchtraube" schon damals benutzt wurde. Es war schon damals ein gewisser "Hauptwein" gemacht, der wahrscheinlich mit dem Ausbruchwein identisch ist.
  

Eine Vorbedingung der Ausbruchsbildung ist die späte Weinlese. Bis 1700 begann man mit der Weinlese in der Woche von Gál (ungarischer Vorname mit Namenstag am 10. Oktober), dann pö à pö immer später, heute ist der Stichtag der Namenstag von Simon-Júda (28. Oktober).
   

Nach 1600 traten immer mehr Gesetzesregelungen in Kraf. Im Jahre 1655 hat sich sogar das ungarische Parlament mit dem Ausbruchwein beschäftigt - ein Zeichen für den wirtschaftlichen Wert des Ausbruchweins (wo bitte soll das gewesen sein im damals dreigeteilten Ungarn?).
Tokajer Ausbruchwein
  
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Die Produktion von Ausbruchweinen hat ihren Höhepunkt zu Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts erreicht. Hunderte von Fachschreiber haben sich mit dem Ausbruchwein aus chemischer und gesundheitlicher Sicht beschäftigt. Lange Zeit meinten sie, in ihm die Herstellung von Gold entdeckt zu haben und die Weinbauer versuchten länderübergreifend überall die Herstellung von Ausbruchwein zu intensivieren, doch die Konkurrenz (am bedeutendsten: Ruszt und Ménes) wurde von den Tokajer Weinbauern vom Markt gedrängt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in Tokaj-Hegyalja viel Koscherwein für die jüdischen Festtische produziert, heute erneut viel, besonders viel in der Ortschaft Mád.
  
Nach der Privatisierung in den 1990er Jahren haben sich zahlreiche ausländische Investoren in Tokaj-Hegyalja etabliert. Wegen des schnellen Kapitalumlaufs und der Förderung des westlichen Weingeschmacks führte die neue Weintechnologie zu einem neuen Ausbruchstil. Diese Weine legen den Ton vielmehr auf das aus den Trauben stammende Primäraroma, sie sind leichter, weniger oxidierend als die Weine des früheren Weinstils.
   
Weinbauer, -wirtschaften und -händler dieses Weinbaugebietes: 
Weblinks zu allen Weinkellern und Weinproduzenten dieses Weinbaugebietes 
Andrássy Rezidencia - Wine & Spa H-3915 Tarcal, Fő utca 94     
Árvay Pincészet  H-3908 Rátka, Széchenyi tér 13
Babits Pincészet H-3934 Tolcsva, Arany János utca 31
Demetervin  - H-3909 Mád, Bercsényi utca 5
Galambos Pincészet - H-3881 Abaújszántó, Dobó István utca 6 
Gróf Degenfeld Szőlőbirtok H-3915 Tarcal, Terézia kert 9   
Hudácskó Pincészet  - H-3917 Bodrogkisfalu, Klapka út 35  
Lenkey Pincészet  - H-3909 Mád, Táncsics Mihály utca 29-31  
Pannon Tokaj Szölöbirtok és Kereskedöház Kft.
- H-3934 Tolcsva, Arany János utca 14   
Ráski Pince
- H-3907 Tállya, Palota  
Szepsy István
-  H-3909 Mád, Batthány út 59 
Tokaj Evinor Pincészet
-
H-3950 Sárospatak, Bercsényi utca 27
Tokaj Kereskedőház Zrt. / Korona Birtok
- H-3934 Tolcsva, Petőfi Sándor utca 36-40  
Tokaj-Oremus
- H-3934 Tolcsva, Bajcsy Zsilinszki út 45  
Tolcsva Bor Kft. - Salgó Pincészet
- H-3934 Tolcsva, Táncsics Mihály út 3  
Weinkeller in Mád  - H-3909 Mád, z.Zt. 27 Weinkeller der Ortschaft Mád
kostenlose Anmeldung hier >>> Kontakt  
  
Weine aus dieser Region:
  • Der Tokajer Ausbruchwein macht diese Weinregion weltberühmt, alle anderen Weine aus Tokaj sind lediglich Mitläufer. Der Ausbruchwein verdankt seinen Weltruhm einem einzigartigen Herstellungsverfahren und einer weltweit hart durchgeführten Marktstrategie mit unzähligen Klagen und Gerichtsverhandlungen rund um die Erde um Herkunft und Namensgebung der Tokajer Weine. Das Herstellungsverfahren ist weitgehened an die heimischen Rebsorten, vor allem an Furmint angepaßt. Bis 1990, als die neuen Investoren und Weinbaronen, wie die Axa Versicherung und Co. in Tokaj erschienen, schmeckte der Tokajer Ausbruchwein Jahrhunderte lang honigsüß und war etwas schwerfüssig, beinahe wie Speiseöle. Die alkoholische Gärung wurde künstlich abgebrochen, damit der Alkoholgehalt beim 6-bottrigem Ausbruchwein nicht über 16% steigt.
      
    Heute schmeckt der Ausbruchwein im Sinne der neuen Weinbaronen etwas bitterlich und im Geschmack erinnert er an den Wermuthwein. Der Alkoholgehalt der neuzeitlichen Ausbruchweine der 6-bottich Klasse beträgt nur noch 11-12%. Dies ist die Folge der Bevorzugung der von Botritis Cinerea Pilzinfektion befallenen - de facto verfaulten - Weintrauben.
      
    Lassen Sie sich nicht täuschen! Aus den vor 30-40 Jahren produzierten Weinflaschen schmeckt der Ausbruchwein ganz anders, als die neueren Ausbruchweine - früher besonders süß, schwerflüssig und bereits der 3-bottrige Ausbruchwein einen Alkoholgehalt von über 14% hatte. Es wird neulich behauptet, das liege daran, dass der Ausbruchwein lange Lagerung für die Reife benötigt. Diese Behauptung hinkt insofern, dass die 30-40 Jahre alten Ausbruchweine anders produziert, damals noch selten und mengenmäßig nicht so stark konzentriert aus den von Botritis cinerea befallenen Weintrauben schon gleich nach der Gärung süß und schwerflüssig waren und die 6-bottrigen Ausbruchweine schon als Jungwein einen Alkoholgehalt von mindestens 16% hatten.
     
    Fazit: Die Ausbruchweine vor 30-40 Jahren waren als Jungwein nach kürzester Reife vergleichbar mit dem honigsüßen Eiswein. Die neuzeitlichen Ausbruchweine aus Tokaj kann man nur noch mit dem Wermouthwein vergleichen.
       
  • Die traditionell einheimischen Rebsorten Furmint und Lindenblatt (Hárslevelű) sind die Grundlage für die Herstellung von Szamorodni- und Ausbruchwein. Lindenblatt ist wahrscheinlich autochton in Ungarn. Furmint wurde im späten Mittelalter aus Italien eingebürgert und bildet die Grundlage für den Tokajer Ausbruchwein. Im Weinbaugebiet Nagysomló konnte man die Einbürgerung von Furmint durch zugereiste Italiener im 14. Jahrhundert nachweisen. Das war eine Übergangszeit in der ungarischen Geschichte, als das Königshaus der Árpáden ohne Nachwuchs ausstarb und vermeintliche Verwandte aus dem Hause Anjou in Italien sich die ungarische Königskrone erschlichen. Die Ära der beiden Anjoukönige wird heute als sehr fruchtbare Reformzeit angesehen für das Bestehen und die Fortentwicklung von Ungarn. Damals begann eine freundschftliche Beziehung zwischen Ungarn und Polen, die bis zum Einfall der Türken in Ungarn im Jahre 1526 dauerte.
      
  • Beim Szamorodni scheiden sich die Geister. Es wird in der deutschsprachigen Literatur vielfach behauptet, weil voneinander abgekupfert, das ungarische Wort Szamorodni bedeute "wie gewachsen". Das stimmt aber überhaupt nicht! Unter Szamorodni versteht kein Ungar etwas. Es gibt das ungarische Wort Szomorodni, das täuschend ähnlich klingt, bedeutet aber etwas ganz abwegiges (trauern). Szamorodni entstammt in der Tat aus der Zusammenführung zweier slawischer Begriffe: "unser" und "Heimat".
     
    Szamorodni ist ein Dessertwein in erster Linie aus der Rebsorte Furmint. Hárslevelü (Lindenblatt) und neulich auch Zweigelt garantieren die gewünschte Süße. Gesunde Schrumpftrauben und solche, die bereits zur Fäulnis neigen und daher nicht für die Weinherstellung geeignet sind, werden mit dem Motto Rette das Schiff vor dem Untergang, zusammen zur Gärung gebracht. Szamorodni wird deutlich kürzer gelagert in den Fässern, als die wertvollere, bzw. teurere Ausbruchweine...
     
  • Der Grauburgunder ist unter unzähligen verschidenen Namen bekannt ist, wie z.B. Ruländer in Süddeutschland, Pinot Grigio in Italien. Der Grauburgunder sorgt für bestimmte Säuren im Tokajer Wein - im Ausbruchwein und auch im Szamorodni...
Cuvée ist ein Weinverschnitt, gekeltert aus verschiedenen Rebsorten. Die großen Weinkellereien bezeichnen Cuvée als Kreation. Die nicht kommerziell produzierenden Weinbauer, die mit der eigenen Hand direkt ihre Weintrauben bis zum Endprodukt im Keller bearbeiten, bezeichnen jedwede Laborarbeit als Panscherei.
   
Solche "Kreationen" wären im Tokajer Weinbaugebiet normalerweise nicht erforderlich, hätten die neuen Weinbaronen, wie Axa Versicherungen und Co. nicht das abscheuliche Märchen über den besonderen Geschmack nur (!) nach Verschimmelung der Weintraben und neulich sogar in von sog. Edelschimmelpilzen durchflochtenen Weinkellern verbreitet. In Tokaj soll der holzzellwandzerstörende Schimmelpilz Botritis Cinerea aus den Trauben nützlich sein. Von dessen gesundheitsschädigender Wirkung wurde bisher medizinisch wenig geforscht. Was die anderen Pilzgeflechte außerhalb der hermetisch abgeschossenen Flaschen bewirken sollen, wissen wir auch nicht, aber die neuen Weinbauspekulanten berichten über eine besondere Athmosphära, von der die Tokajer Weine profitieren sollen. Feucht sind solche Weinkeller allemal, außerhalb und auch innerhalb der hermetisch isolierten Weinflaschen.
  
Auf weitere Legenden aus Tokaj warten wir gespannt, z.B. mit dem berühmten Graf aus der Walachei, der mit dem englischen Königshaus direkt verwandt sein soll. Andere behaupten, der Knoblauchallergiker wäre ein Ungar gewesen. Drakula war einmal tatsächlich in Budapest, wohnte im östlichen, damals noch nicht eingemeindeten Stadtteil Pest und das ist sogar belegt. Ob er unterwegs den Tokajer Wein verkostete, wie einst der Sonnenkönig den damals noch honigsüßen Tokajer Ausbruchwein?
  
Da in Tokaj nach der politischen Wende in auffallend großen Mengen auch Pálinka (in Ungarn geschützte Bezeichnung für Schnaps) produziert wird, ein Hinweis dazu: Törkölypálinka wird in ganz Ungarn schon seit Jahrhunderten hergestellt, nun wird er immer öfter mit der scheinbar vornehmer klingenden italienischen Bezeichnung Grappa vermarktet. Der Hinweis auf die staatliche oder sonstige Brenngenehmigung fehlt auf den meisten Branntweinflaschen der neuen Weinbarone oder die Genehmigung auf den meisten Etiketten mit einem solchen Stempelaufdruck waren lange Zeit nur vorgetäuscht. Auf unsere ausdrückliche Fragen nach Brenngenehmigung bei Weinpräsentationen bekamen wir immer wieder die gleiche Antwort: "auch die Nachbarn brennen". So ging es bis vor kurzem, eine neue Brennregelung musste her.
  
Alkoholbrennerei war seit Jahrhunderten ein Staatsmonopol in Ungarn. Das Staatsmonopol ging bei der Privatisierung in den 1990er Jahren in die Hände neuer Schnapsbarone, die auch heute noch aus dem Ausland das Geschehen im Tokajer Weinbaugebiet bestimmen. Sie holte man damals ins Land, als das Kapital für die Renovierung der in der Roten Ära verjubelten und so heruntergewirtschafteten Weinkellereien fehlte. Nun werden diese Eigentümer von manchen Politikern in Ungarn nicht mehr gerne gesehen und die Geschichte wiederholt sich. Viktor Orbán hob das frühere Brennmonopol auf und schwächte so die Macht ausländischer Spekulanten.
  
So ähnlich verging es in Ungarn auch mit nationalen Minderheiten, die man in früheren Jahrhunderten massenhaft ins Land geholt hat, weil Fachkräfte und zahlungskräftige Steuerzahler fehlten. Als sie etwas aufgebaut haben, sorgte man schon für den Untergang solcher Minderheiten. Das ging damals los, als die Ungarn über ihr Land nach langer Besatzungszeit selbst bestimen konnten nach dem zuerst verlorenen 1848/49er Kampf gegen die Habsburger Besatzungsmacht. Ab 1867 wurden zuerst die Siebenbürger Sachsen und dann auch die Donauschwaben ihrer von ungarischen Königen zugesicherte Autonomie beraubt. Ihnen wurden höhere Steuern auferlegt, als den Ungarn im eigenen Land mit der Begründung, dass sie etwas mehr haben, als die Ungarn. Vertreibungswellen folgten nach bekannten Mustern, die nicht nur politisch motiviert waren. Während der 133 Tage andauernden Roten Ära im Jahre 1919 liquidierten die roten Machthaber unzáhlige Bürger mit Bugoisie-Vorwürfen, darunter eine reihe von deutschen Siedlungen, weil sie etwas hatten, im Gegensatz zu den meist neulich zugewanderten Machthaber. Diee Enteignung ging nach der erneuten Machtübernahme durch die roten Barone im Jahre 1949 weiter. Nach der Vertreibung der meisten der deutschstämmigen Bevölkerungsanteil ging es weiter mit der Kollektivierung, oft in die eigene Tasche der Machthaber. Unzählige Alleinstehende, von denen der Staat etwas kollektivieren konnte, verschwanden spurlos. Solche Güter wurden mit unzähligen politisch motivierten Argumenten anderen zugebuttert. Besonders viele Ländereien wurden in der Gegend kollektiviert und neuen Eigentümern geschenkt, wo heute die ungarischen Diplomaten in den Budaer Bergen leben und sogar ganze Weinbaugebiete wurden neuen Eigentümern zugescharrt. So einen Grund fand auch der berühmte 13-Tages-Ministerpräsident von 1956 Imre Nagy für seine eigene Bereicherung damals, als er ein Ministerium für Kollektivierung leitete, das im Jahre 1953 unter Korruptionsvorwürfen aufgelöst wurde. In so einem Weinbaugebiet lebt die Familie von Viktor Orbán seit der Zeit, als viele Weinbauer von dort vertrieben wurden. Die Vertreibung war zwar rechtens, weil von den siegermächten angeordnet, die Beschlagnahme der Eigentümeer der Vertriebenen entbehrt sich jedoch jeglicher Grundlage nach internationalem Recht, genauso wie im Falle der Holocoustgeschädigter.
  
Touristik: es gibt zahlreiche Wanderwege in diesem Weinbaugebiet, die eine von Eichen-Buchen Laubwäldern dominierte Mittelgebirgslandschaft ist. Es sind die südlichen Ausläufer der nahen Tatragerbirges.
  
Eine taumhafte Gelegenheit zur Erholung bietet ein Besuch der 22 km langen Tropfsteinhöhle von Aggtelek oder des Thermalbades in 
Miskolc-Tapolca  
  
Liebhaber kulinarischer Köstlichkeiten kommen zurecht beim
Gefülltes Kraut Festival im Weinbauort Rátka
   
   

Ungarn-Tourist Team                                                                                                              zurück 

   
   

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Wein und Ungarn gehören seit eh und je zusammen. Zu Attilas Zeiten als Kriegsbeute, heute aus eigener Produktion.