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Ungarische Küche
    
     
Es gibt wenige ungarische Küchenspezialitäten, die man in den Nachbarländern nicht kennt, nicht von anderen Nationen übernommen wären. Es ist sogar historisch belegt, wie und wann etwa die eingebürgerten Gerichte Ihren Weg in die ungarische Küche fanden. Die ältesten Küchengerichte der Ungarn stammen möglicherweise aus Asien. Türkische Völker, wie Kasachen, Uiguren und sogar die Perser behaupten von Kesselgulasch, dies und das hätten die Ungarn einst von ihnen übernommen, als die Ungarn  noch mit ihnen zusammen waren. In der Tat sind es Gerichte, die in Asien gebliebene ungarische Triebe dort als ihre eigene Küchensspezialitäten betrachten. Seit der letzten Landnahme vor mehr als 11 Jahrhunderten wurden laufend neue Küchenrezepte von den benachbarten slawischsprachigen Völkern übernommen. In späteren Zeiten sind es überwiegend türkische und deutsche Küchenspezialitäten, die in den entsprechenden Besatzungszeiten ihren Weg in die ungarische Küche fanden.
  
Vor rd. 900 Jahren wurden im Osten von Ungarn deutschsprachige Handwerker und Grubenarbeiter angesiedelt in damals menschenleeren Gegenden. Da sie weitgehend Analphabeten waren, wie damals die einfache Bevölkerung in ganz Europa, vergaßen sie ihre Herkunft, jedoch nicht ihre Sprache im Laufe der folgenden Jahrhunderte, weil ihnen durch kgl. Garantie ewige Autonomie versprochen war, die erst 1848 von ungarischen Nationalisten angetastet wurde. Als ihre Schulbildung etwa ab dem 17. Jahrhundert begann, holten sie die ersten deutschsprachigen Lehrer zum Erlernen des Schreibens in der eigenen Muttersprache. Die ersten dieser Lehrer kamen aus Sachsen und so hielten sie alles für sächsisch, was deutschsprachig war. Soviel zur Bezeichnung der Siebenbürger Sachsen. Ihre Vorfahren waren in der Tat weitgehend Moselfranken, aber das konnte erst neulich von Historikern nachgewiesen werden. Die Küche der Siebenbürger Sachsen ist schon eigenartig. Inwieweit sie in die Historie zurückgeht oder erst in den letzten Jahrhunderten aus dem deutschsprachigen Raum übernommen wurde, das lässt sich heute bestenfalls bei den einzelnen Rezepten aus dem späten Mittelalter nachvollziehen.
  
In der Ära von Maria Theresia begann die zweite große Auswanderungswelle aus dem deutschsprachigen Raum nach Ungarn. Von da an siedelten die sog. Donauschwaben in die von Türken entvölkerten Regionen Ungarns. Sie folgten den Ruf ungarischer Landesherren, die sonst mit ihren entvölkerten Ländereien nichts anfangen konnten. Sie brachten ihre Esskultur und sonstige Gepflogenheiten mit sich. Donauschwaben und Siebenbürger Sachsen bildeten einen Großteil der ungarischen Bevölkerung, entsprechend groß war der Einfluss ihrer Küche an die ungarischen Rezepte. Die Unterschiede zwischen der Küche der trotz Vertreibung gebliebenen, heute weitgehend assimilierten Einwanderer und der Ungarn sind kaum noch zu erkennen. Fast alle Gerichte sind beiden Völkern bekannt, ähnlich oder gleich. Wer beide Richtungen kennt, sagt z.B. häufig, Majoran und Kümmel verwenden die Schwaben.
  
Etwa gleichzeitig mit den Anfängen der Loslösung von Österreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgte die masssenhafte Einwanderung der aus Galizien vertriebenen Juden. Zunächst brachten sie Küchenrezepte mit sich, die von den Ungarn abwertend als Produkte einer Armenküche angesehen und daher ablehnend betrachtet wurden, wie z.B. Salonbeuscherl (Peisli auf Ungarisch) oder Kuttengulasch. Es gab aber schon lange eine jüdische Minderheit weit zerstreut in Ungarn, die schon immer etwas weiterentwickelt, jedoch ziemlich isoliert unter sich lebte. Die massenhaft eingewanderten Neubürger übernahmen vieles aus der qualitativ wesentlich höher ansehlichen Küche der bereits angestammten Juden und vieles davon fand allmählich ihren Weg in die ungarische Küche. So sind heute Gänseleber (gemeint ist Stopfleber), Schalet und Flódni (eine Nuss-Mohn-Torte) feste Bestandteile der ungarischen Küche.
   
Die bisher letzten Küchenspezialitäten, die während der Sowjetherrschaft Bestandteil der ungarischen Küche geworden sind, sind meist Konditoreiprodukte, wie Eistorten, kalte Salate und Gemüse mit Mayonnaise (das Wort stammt aus Mallorquinisch (Katalanisches Dialekt auf Mallorca), die man in Europa zwar als französch betrachtet, in der Tat sind es aber Spezialitäten aus Sibirien. Sogar das Maronenpürée hat seinen Ursprung in den Kaukasen und weiter in Sibirien, auch wenn es Maroniröster unter den Anfang des 19. Jahrhunderts  nach Ungarn geflüchteten italienischen Freiheitskämpfern ins Land der Magyaren brachten. Marco Polo soll es einst nach Italien gebracht haben.
  
Während der roten Besatzungszeit übernahmen die Ungarn nicht die gleichen Küchenprodukte aus den Sowjetländern, wie die Ostdeutschen. Wenn schon arm, ganz so arm waren die Ungarn in der Nachkriegszeit nie, wie die Sowjetvölker selbst, auch wenn der als Offizier der Sowjetarmee nach Ungarn eimarschierte Imre Nagy bis zuletzt im Jahre 1956 dafür sorgte, dass die Ukraine soviel Lebensmittel wie möglich aus Ungarn bekam. Vor allem Fleisch war damals Mangelware in der Ukraine, dementsprechend leer waren die Regale der ungarischen Metzgerläden.
  
Die folgenden zwei Gemüsesuppen spielen eine kaum beachtete Rolle in den ungarischen Rezeptbüchern, umso mehr in der ostdeutschen Literatur. Sie sind eher nur noch Nostalgie für die einst in der Sowjetunion studierten oder dort tätigen Parteibonzen.
   
Schtschi Die Ukraine ist benachbart mit Ungarn und diese zwei Briefmarken aus der Ukraine zeigen die in Ungarn bekannten Gemüsesuppen aus den sowjetischen Besatzungszeiten, die Krautsuppe Schtschi und Borschtsch, die Suppe mit Rote Bete. Die Zutaten sind auf den jeweiligen Briefmarken besser ersichtlich nach einem Klick auf die Bilder.  Borschtsch
  
Die Küche ist schon lange international. Je länger der Frieden und das deutsche Reisefieber dauert, umso entfernter Landesspezialitäten gelangen in die heimische Küche. Die Küchen zweier, historisch schon lange verbundenen Länder, wie Ungarn und Deutschland können nicht viel voneinander abweichen.
  
Wir wollen hier nur die Rezepte solcher Landesspezialitäten der Ungarn zeigen, die man in Deutschland kaum oder anders kennt.
  
Es gibt viele Unterschiede, aber diese sind gering. Die wichtigsten Unterschiede:

   
  • Die Schlachter in Deutschland zerlegen das Tier weitgehend nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, produzieren soviel Filet und Schinken, wie möglich und so bleibt für Gulasch meistens nur der Rest übrig. Wie wirtschaftlich und dabei kaum verbraucherorientiert gedacht wird, sieht man am Beispiel Hackfleisch, das man immer öfter nur noch verpackt bekommt. Wir wollen hier nicht verraten, bei welchen deutschen Lebensmittelketten die Galle seit Jahrzehnten ins Schweinehack bzw. Farschiertes gemischt wird. Der ungarische Metzger arbeitet vielmehr dem Verwendungszweck entsprechend und mischt nicht nur aus der Keule, sondern je nach Kundenwunsch auch vom Filet zum Gulasch und das Hackfleisch wird auf Wunsch aus ausgesuchten Stücken direkt beim Kauf durch den Wolf gedreht - direkt vor dem Konsumenten und nicht hinter der Tür, wie es in Deutschland üblich ist.
  • Ein anderer Gesichtspunkt ist der Geschmack, der durch Gewohnheiten in verschiedenen Ländern auch noch regional unterschiedlich geprägt wird.
  • Milchprodukte - Mit 3% Fettanteil bezeichnet man die Milch in Deutschland als Vollmilch, obwohl der ursprüngliche Fettanteil im Kuhstall noch 3,6 bis 4,4% beträgt. Wen wundert es dann noch, wenn fast alle Milchprodukte hierzulande nur noch wässrig schmecken und erst durch Zugabe von Geschmackverstärkern und Aromastoffen Konsumenten finden. Damit es nicht auffällt, schreibt man die Fremdstoffe nur noch über den vom Handel erkorenen angabepflichtigen Mindesmengen auf die Verpackung. Besonders geschmackslos ist der deutsche Hüttenkäse. Einige ungarische Spezialitäten werden in Sauerrahm gekocht oder damit gebunden. Wenn schon der Sauerrahm wässrig ist, dann fehlt das Wesentliche aus dem fertigen Gericht, nämlich der Geschmack...
  • Wo in Deutschland Salz und Pfeffer verwendet wird, benutzt man in Ungarn Salz und Paprikapulver - nicht überall, nicht immer, aber oft. Paprikapulver wurde erst vor rd. 100 Jahren in die ungarischen Kochrezepte gemogelt - von einem Paprikamühlenbesitzer, der seine mit Paprikapulver abgewandelte Rezeptideen kostenlos verteilen ließ. Diesen Unterschied sollen die folgenden zwei Bilder verdeutlichen. Von Paprika und nicht von Farbstoff ist die ungarische Bratwurst meistens so rot:
Deutsche Bratwurst Ungarische Bratwurst
Bild rechts: Das sog. Paprikahaus auf der Halbinsel Tihany am Plattensee zeigt die Grundelemente der ungarischen Küche, wie Paprika, Knoblauch, sehr viel Gemüse, Obst und Wein. Vor allem Knoblauch sollte man bei der Zubereitung von allen Fleischgerichten nicht vergessen, weil nach einer Sage aus den östlichen Landesteilen "Fleisch ohne Knoblauch eine Beleidigung für die Seele des Tieres ist, das man gerade isst". Knobi ist sowieso eine gute Vorbeugemaßnahme gegen Verkalkung und Infarkt, sagt man in der Werbung und dieser Slogan löst einen Kaufrausch aus - meistens dann, wenn es schon zu spät ist... - Ein Klick auf das Bild rechts lohnt sich! Tihany Paprikaladen
Tomate aus dem eigenen Garten Die ersten handgeschriebenen Rezepte mit ungarischen Landesgerichten waren Fischrezepte und sie entstammen aus den Pusztagebieten entlang des Theiss Flusses und stammen aus dem 12. Jahrhundert. Man vermutet, dass diese Schriften einen sehr alten Ursprung mit langer Küchentradition wiederspiegeln. Das erste in Kolozsvár bzw. Clausenburg im damaligen Ungarn auf Ungarisch gedruckte Buch mit Kochrezepten stammt aus dem Jahr 1695 mit dem Titel "Szakáts mesterségnek könyvecskéje", übersetzt: Büchlein der Kochkunst. - Die Bilder rechts und links zeigen, was in Ungarn in allen häuslichen Gärten wächst: Tomate und Paprika. Tomate aus dem eigenen Garten
Verschiedene Tomaten Die Kultivierung beider Gemüsesorten erreichte ihren Höhepunkt in der sozialistischen Ära, als weite Teile eines ausgehungerten Volkes nur noch Tomate und Paprika zum Schmalzbrot leisten konnte, gleichzeitig den Westtouristen in Glanzbroschüren Gulaschkommunismus vorgegaukelt wurde. Franz Josef Strauss aus Bayern war in dieser Zeit vom Gulaschkommunismus besonders begeistert, weil im Gemencer Wald an der südlichen Donau ihm kapitale Hirsche in Hülle und Fülle vor die Büchse getrieben und auf sein Jagdglück in einer Reihe mit den Parteichefs aus dem gesamten Ostblock ein Hirsch tot nach dem anderen zum Aprikosenschnaps posaun wurde. In der Schorfsheide (Heimat und Jagdrevier von Herrmann Göring) war er bekanntlich Dauergast bei Erich Honecker und auch in Rumänien beim großen Conducator (=Führer) Nikolai Causescu durfte er auf Bären schießen, nachdem diese auf der Waage als ideale Beute für ihn maßgeschneidert befunden wurden.
Zwiebeln Die zweite Zwiebel von oben ist zum Kochen geeignet. Sie ist womöglich am wichtigsten in allen Gulaschgerichten und wird daher auch Gulaschzwiebel genannt. Alle anderen sind Speisezwiebeln. Die extrem wässrige ganz oben kennt man in Ungarn kaum und wird sich in Ungarn nie etablieren, weil die Konsumenten in Ungarn höhere Ansprüche an ihre Lebensmittel haben. Viel Wasser in Zwiebel, oft gepaart mit Gewächshausgeruch, ja sogar für einen höheren Preis kann man den mündigen Hausfrauen in Ungarn nicht aufschwätzen, wie in Deutschland. Umso besser kennen die Ungarn die Rote Zwiebel und die Schalotte. Die Rote Zwiebel gibt es auch in weiß. Diese schmecken zwar etwas anders, sind jedoch ebenso zum Rohverzehr auf kalten Platten geeignet.
  
  
Die Ungarn legen viel Wert auf die Herkunft ihrer Gulaschzwiebel. Die für Gulasch geeignete Zwiebel duftet und schmeckt ganz anders, als die in Deutschland als Speisezwiebel bezeichneten Koch- oder Gulaschwiebel. Die Ortschaft Kibéd in Siebenbürgen ist auch heute noch das Zentrum eines großen Anbaugebietes, liegt aber heute nicht mehr in Ungarn. So entwickelte sich Makó im Südosten vom heutigen Ungarn zum neuen Zentrum des ungarischen Zwiebelanbaugebietes.
Knoblauch und Chilipaprika Für sein Jagdglück vermittelte Franz Josef Strauss Kredite im Ostblock am laufenden Band und konservierte damit die sozialistische Elend der Bevölkerung länger und länger... Erst als er auf der Jagd im Jahre 1988 zusammenbrach, fiel auf, dass es im Ostblock ohne Finanzhilfen nicht mehr weiterging. Nur ein Jahr später kam die politische Wende Dank Perestroika und Glasnost (amtliche Aufklärung der Bevölkerung) als logische Folge von Gulaschkommunismus auf Pump. Wieviel Leid er dadurch den Siebenbürger Sachsen angetan hat, wieviele deutsche Familien er auseinander riss, als er von dort die jüngeren, besser gebildeten Arbeitskräfte für einen Kopfgeld von bis zu 20.000,- DM freikaufte, darüber spricht man auch heute noch nicht. Aber auch darüber spricht man noch nicht, wieviele EU-Abgeordnete sich in Brüssel korrumpieren lassen. Viktor Orbán spricht von 222 linksgerichteten EU-Abgeordneten, die von NGO-Finanzier Georg Soros mehr bekommen, als ihre amtlich bekannten Gehälter sind.
Stand: April 2017
Schwarze Tomaten Tomate und Paprika stammen aus Südamerika. Paprika kam auf dem Schiff von Kolumbus im Jahre 1494 nach Europa und hieß zuerst Spanischer Pfeffer. Der Schiffsarzt Diego Chanca brachte ihn mit, heute kennen wir beide Pflanzen in allen Farbvariationen, ja sogar schwarz. Die erste schriftliche Nachricht über die Kultivierung von Paprika in Ungarn stammt aus dem Jahr 1570. Im Garten der Margit Széchy wurde Gewürzpaprika (Bild rechts) angebaut - sie war die Ziehmutter des Landeshelden Miklós Zrinyi, der als kroatischer Graf bei der Verteidigung seiner Burg im Jahre 1566 gegen die Türken fiel und so für Ungarn starb. In den folgenden drei Jahrhunderten wurden unzählige Paprikasorten als Gewürzmittel gezüchtet.
  
Das Wort Paprika war Mitte des 19. Jahrhunderts in Nordamerika weitgehend unbekannt, es setzt sich nun im Übersee allmählich durch, wobei das Pulver daraus im Übersee der Schärfe nach weiterhin hot oder sweet und der Farbe nach red, white oder black pepper heißt.
Gewürzpaprika
  
Das Wort Paprika ist Sprachwissenschaftlern zufolge entweder ungarisch oder serbisch, aber sicher ist das nicht, kann auch bulgarisch sein, denn: ab Ende des 18. Jahrhunderts flüchteten viele Bulgaren vor den erneut westlich rückenden Türken. Mit ihnen kamen viele Gemüsebauer nach Ungarn und sie brachten einige knollenförmige Sorten (Varna und Kalinko, Bild rechts) mit. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Paprika in der ungarischen Küche weitgehend unbekannt. Noch in den 1950er Jahren wurde Paprika in Ungarn weitgehend von den zugereisten Bulgaren (bulgárkertészek) kultiviert und dort verzehrt, wo sich diese ansiedelten: in der südöstlichen Puszta, in einem großen Umkreis um die Städte Szeged und Kalocsa.
   
Ungarischer Edelpaprika
Das ist ein Gebiet, wo auch heute noch viele Serben leben. Der berühmteste unter ihnen ist wohl der zweisprachig aufgewachsene Nationaldichter der Ungarn, Sándor Petőfi, der seinen Künstlernamen Petőfi für sich erst im Jahre 1842 erkor, aber bis zuletzt fast alles unter seinem ersten Künstlernamen als Pönögei Kis Pál veröffentlichte, amtlich jedoch immer Alexander Petrovic hieß. So ist er im Jahre 1859 in einem sibirischen Gulag gestorben, wo seine Raucherlunge die schwere Arbeit in einer Kohlengrube nicht ertrug. Leider wollen die Ungarn das auch heute noch nicht wahr haben, auch wenn die Umstände seines Ablebens peinlich genau schriftlich dokumentiert wurde. Dort hat er sogar als Bigamist nochmals geheiratet und so einen weiteren Sohn zu verantworten - von seiner zweiten, russischen Frau, die ebenso wohlhabend gewesen sein soll, wie seine erste in Ungarn. Fakt ist, seine Erben fürchten die Magie eines Kriegshelden zu verlieren, die aus Copyright Gründen auch heute noch für einen großen literarischen Erfolg und damit für Einnahmen sorgt. Die Ungarn sprechen ihm stattdessen einen Heldentod in einer Schlacht gegen die Zarentruppen Ende Juli 1849 zu, wo er in der Tat verschwand - wie wir es heute wissen - in Richtung Sibirien. Es gefällt den Ungarn auch nicht und viele wollen es auch heute noch nicht hören, dass sein berühmtester Vers "Talpra Magyar", den er ca. drei Tage lang schrieb, am 15. März 1848 frühmorgens auf Anraten seiner um zwei Jahre jüngeren Dichterkollegen vollkommen strich und das, womit er die Herzen der Ungarn traf und so eine ganze Nation gegen die Habsburger Herrscherhaus hetzte, ein anderer Dichter, Mór Jókai ihm innerhalb weniger Minuten diktierte, bevor der Demonstrationszug durch die Straßen von Pest zum Nationalmuseum zog, wo Petőfi seine Zuhörer mit "seiner" Dichtung zum Aufstand gegen die Besatzungsmacht Österreich beipflichtete.
   
Gewürzpaprika Gemüsepaprika und Paprikapulver für Speisezwecke waren in Österreich lange, in Ungarn bis Ende des 19. Jahrhunderts noch länger unbekannt. János Kotányi, ein mit den Bulgaren gleichzeitig zugereister Paprikamühlenbesitzer aus Szeged begann seine Werbekampagne, indem er ungarische Kochrezepte mit Paprikapulver bereicherte und sie auf kostenlosen Werbezetteln publizierte. Der Pfeffer wurde dabei mehr oder weniger durch unterschiedlich scharfes Paprikapulver ersetzt. Als sein Umsatz stieg, zog der Rezeptfälscher nach Wien und begann auch dort mit der Herausgabe von österreichischen Rezeptheften, indem er auch den Österreichern viel Paprikapulver unterjubelte.
  
Kotányi war in Wien schnell zum Großhändler von Gewürzen aller Art emporgestiegen. So unterwandelte er die österreichischen Kochrezepte auf seinen Werbezetteln nicht nur mit Paprikapulver, sie sind auch heute noch relativ original, enthalten aber Unmengen von Gewürzen, die vor Kotányis Wirken kaum oder nur frisch vom Gemüsemarkt verwendet wurden, wenn man keinen eigenen Garten hatte. Auch wenn ungarische Touristikbroschüren Unmengen von Paprika suggerieren, die tatsächlich ungarische Küche ist auch heute noch weitgehend frei von Paprika. Nur wenn Ungarn - vor allem im Ausland - angeben wollen, dann strahlt ein jeder von Paprika. Gemeint sind aber vor allem die Paprikaschoten und Tomaten, die man gerne zum Schmalzbrot isst. Vor allem bei den Gulaschgerichten fand Paprikapulver viele Anhänger. Wenn heute in der Puszta verschiedene Koch- oder wurstproduzierende Wettbewerbe stattfinden, dann steht gewerbsmäßige Werbung und nicht die tatsächlich ungarische Küche im Hintergrund solcher Veranstaltungen.
  
Eigentlich selten, aber wenn schon mit Paprika gewürzt wird, dann sollte man bei allen Paprikagerichten eine 50-50%ige Mischung von rosenscharfem und edelsüßem Paprikapulver verwenden. So steht es handschriftlich in der Küchenbibel meiner Uroma aus dem Jahr 1905. Demnach sollte man unbedingt auf die Wörter rosenscharf und edelsüß achten. Gewürzpaprika ist ein undefinierter Begriff des Handels für laufend neue Paprikamischungen, die der Handel gerade verkaufen will. Rosenscharfer Paprika wird leider immer mehr gefälscht, weil der Anbau dieser Sorte kostenaufwendiger ist. Auch beim edelsüßem Paprikapulver besteht ein gewaltiger Qualitätsunterschied zur Ware, die man in Deutschland bei den meisten Discountern bekommt. Spätestens der Duft der verschiedenen Paprikapulver aus Szeged und Kalocsa im südöstlichen Pustagebiet überzeugt darüber einen jeden.
 
   
Paprikaland Ungarn? Genauso, wie man hierzulande in der deutschen Küche Salz und Pfeffer verwendet, würzt man in Ungarn mit Salz und Paprika. - Irgendwie stimmt das schon, aber viel weniger, als in der Werbung! In östlichen und nördlichen Teilen von Ungarn ist Paprika meistens nur in Restaurants bekannt, wo zugereiste Köche beschäftigt werden.
   
Wenn es um die Qualität geht, gibt es zwei berühmte Anbaugebiete:

Anbaugebiet Kalocsa: Ursprünglich vom edelsüßen Paprikapulver berühmt, heute wird auch scharfes Zeug
in der Paprikamühle von Kalocsa in bester Qualität produziert. Der Webshop der Paprikamühle liefert nur in Ungarn.
  
Anbaugebiet Szeged: Ursprünglich vom scharfen Paprikapulver berühmt, produziert die
Paprikamühle in Szeged heute auch andere Sorten in bester Qualität. Ins Ausland liefert ihr Webshop leider nur an REWE und Co. Der Ungarn-Tourist kann jedoch die frischeste Ware in bester Qualität bestellen und/oder dort das Paprikamuseum besuchen. Die nächste berühmte Paprikamühle befindet sich nur 12 km weiter südlich im Nachbarort Röszke an der serbischen Grenze. Auch dort gibt es ein Paprikamuseum.
   
Das beste Paprikapulver bekommt man im deutschsprachigen Raum nach unseren Erkenntnissen bei den Gewürzfirmen Fuchs, Ostmann, Oswald, Schuhbeck, Wiberg, aber auch bei Aldi & Co. Wer das nicht glaubt, ist selber Schuld und sollte sein Paprikapulver in Budapest kaufen. Vom nördlichen Eingang rechts in der großen Markthalle gibt es viele Verkaufsstände, die davon leben, Touristen den Himmel auf Erden aufzuschwätzen, als würden Sie nicht das gleiche verkaufen, was man auch in den Regalen ungarischer Supermärkte findet oder im Onlinehandel bekommt. In der Markthalle ist allerdings die unverkennbare Frische garantiert.
   
Vor dem Umbau der Markthalle bis in den 1980er Jahren gab es hier noch viele Marktstände, die nur eigene landwirtschaftliche Produkte verkauften, heute sind es betuchte Händler, die nach dem Umbau der Markthalle die neuen, horrenden Standgebühren bezahlen konnten und genauso im Großmarkt einkaufen, wie Aldi & Co. Früher schrieb man auf die Aldi-Packung, dass sie aus Ungarn ist, heute kann das Paprikapulver auch aus anderen Ländern kommen, die Qualität und Bezeichnung als "rosenscharf" und "edelsüß" stimmen nur noch selten überein. Die große Markthalle von Budapest
Es gibt aber zwei grundlegende Unterschiede: Preis und Qualität. Paprikapulver kostet im deutschen Supermarkt etwa ab 70 Cent für 50 Gramm, gleich große Packung bekommt man in der Markthalle etwa ab vier Euro. In der zentralen Markthalle von Budapest bezahlt man bis zu zehnmal soviel für die gleiche Menge Paprikapulver in weniger praktischen Schmuckdosen aus Blech oder Porzellan, die mit Landesmotiven protzen. Dafür bekommt man unübertroffen gute Qualität und Frische in den Protzdosen, die für den landestypischen Geschmack der Gerichte unerlässlich sind. Wir präsentieren die Rezepte dafür auf den folgenden Seiten. Paprikapulver Protzdosen mi ungarischen Landesmotiven
Die Petersilienwurzel wird in Ungarn "fehér répa" (dt. Weiße Rübe) genannt und ist ein wichtiger geschmacksgebender Bestandteil landestypischer Suppen in Ungarn. Die Wurzel enthalten viele Inhaltsstoffe, deren Duft und Geschmack unverzichtbar ist in der ungarischen Küche. - oft zusammen mit der Mohrrübe oder Karotte. Beide zusammen sind in der ungarischen Gulaschsuppe unverzichtbar. Petersilie ist aus klimatischen Gründen ein südländisches Gewächs, das auf dem Balkan, aber nie in Deutschland die Größe von Zuckerrüben erreicht. Die neuzeitliche Bezeichnung als Wuzelpetersilie in deutschen Lebensmittelgeschäften ist eine Erfindung des Handels und ist falsch, weil beide von ein und derselben Pflanze stammen. Petersilienwurzel
        
Die Petersilie ist in der deutschen Küche nur noch als Petersiliengrün bekannt. Wie viele andere Rüben, so ist hierzulande die Wurzel der Petersilie in Vergessenheit geraten.
  
Die Wortdrehung von Petersilienwurzel zu Wurzelpetersilie im Handel ist die Folge einer genetischen Züchtung für die Produktion von Petersiliengrün in Gewächshäusern, die nur noch mickrige Wurzel entwickeln und so in kleinen Plastiktöpfen als Frischgemüse angeboten werden kann. Dabei entwickeln gerade die in der Natur wachsenden Petersilien gewaltige, rübenförmige Wurzel, allerdings klimatisch bedingt nur in südlichen Ländern. Der Handel verwendet somit die Wortdrehung für die Betonung, dass die wurzelbildende Pflanze nicht die gleiche, für die Produktion von Petersiliengrün gezüchtete Pflanze ist.
  
Petersilienwurzel und Pastinak - Man sollte die Petersilienwurzel mit dem zum verwechseln ähnlich aussehenden Pastinak nicht verwechseln. Beide kommen in der Natur vor, meistens nahe zueinander. Pastinak ist so gut wie die gleiche Art unter den Doldengewächsen, in ihm fehlen jedoch die geschmacksgebenden Inhaltsstoffe, die in ungarischen Suppen unverzichtbar sind. Pastinak ist eben ohne Geschmack, jedoch gut für den Handel solange, bis der Kunde in den Lebensmittelgeschäften nicht darüber aufgeklärt wird, was dort neuzeitlich für einen höheren Preis vorgegaukelt wird. Beim Kauf erkennt man die Petersilienwurzel an ihrem einmaligen Geruch, demgegenüber duftet Pastinak nach nichts, bis er zum verfaulen beginnt.
  
DIE UNGARISCHE KÜCHE bietet vor allem einfache und sättigende Gerichte, die mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten zubereitet werden. Das Essen in Ungarn ist fett, schwer, aber auch vitaminreich. Zur ungarischen Küche gehört nun mal das Schmalz. Als Geschmacksträger bringt es die Zwiebeln und den Paprika zur Geltung. Damit muss man einfach leben, wenn man den Urlaub in Budapest verbringt. Mit Köpfchen bringt das bestimmte Vorteile. Für die notwendige Kalorienmenge benötigt der Körper weniger Belastung, weniger Zeit im Restaurant und man hat mehr vom Urlaub. Ungarische Lebensmittel
Fett ist bisher das einzig bekannte Lebensmittel, das Wirkstoffe für die natürliche, körpereigene Bekämpfung von Krebs enthält, es ist daher gesund. Niemand sagt, dass man viel davon essen muss, wenn es schmeckt. Schmalz, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch verleihen die originelle Geschmacksnote der ungarischen Küche - lt. Werbung - und das gilt sicherlich für die Gulaschgerichte. Schmalz kann man zwar durch Speiseöl ersetzen, aber vom Geschmack fehlt dann etwas!
Ungarische Lebensmittel
Auf tierisches Fett kann der menschliche Körper nicht ohne Schaden verzichten. Erwiesen ist bereits, dass das Kinderhirn sich nur teilweise entwickelt und schrumpft durch vegetarische Ernährung. Ob und welchen Schaden das Erwachsenenhirn durch Fleischverzicht erleidet, mögen Wissenschaftler bisher noch nicht veröffentlichen.
   
Nach soviel Einleitung zeigen wir nun das in Deutschland kaum bekannte Rezept eines einfachen ungarischen Gerichtes, das in Ungarn vor allem von Männern gerne gekocht wird, weil es in der Küche kaum einfacher geht. Es soll das Grundwissen für die Anwendung von Paprikapulver vermitteln und zugleich das Kochschema für alle
Gulasch- und verwandte Gerichte zeigen.
    
    

Kartoffelpaprikasch / Krumplipaprikás

     
Krumplipaprikás Dieses Rezept zeigen wir Kochanfängern und anderen, die die ungarische Küche in den eigenen vier Wänden zumindest ein bisschen, aber richtig kennenlernen wollen. Ob "Krumplipaprikás" oder "Paprikás krumpli" der richtige Name für dieses Gericht ist und welche der beiden Bezeichnungen öfter ausgesprochen wird, das wissen die Ungarn selbst nicht - beide Bezeichnungen gelten für das hier beschriebene Gericht ohne Unterschied - die ungarische Grammatik macht es möglich. Nur dem Fachmann fällt ein wichtiger Unterschied auf: es handelt sich hier nicht um ein Paprikaschgericht, das mit Sauerrahm abgerundet wird, sondern um eine Kartoffelsuppe mit viel Paprikapulver, das evtl. beim Kochen aus einer paprikareichen Hartwurst in die Suppe übergeht.
Debrecziner Wurst Die Wurst ist die wichtigste, geschmacksgebende Komponente dieser Suppe. Hoch angesehen ist die "Gyulaer Wurst", Debrecziner, wie am Bild links ist ebenso beliebt. Gemeint ist die Frischwurst "Debreceni páros", die in Deutschland bestenfalls bei wenigen ungarischen Metzgern erhältlich ist. Diese ist nicht im geringsten verwandt mit den in Deutschland beim Rewe Konzern erhältlichen, ebenfall als Debrecziner bezeichneten Würstchen, in dem das scharfe Paprikapulver etwas Ungarisches suggerieren soll. De facto ist die Rewe-Debrecziner ein Fake  - pfui deibel... In Deutschland ist die überall erhältliche spanische Chorizo Hartwurst mit Paprika gerade ideal für dieses Gericht.
  
Beim Krumpli handelt es sich um eine Bezeichnung für Kartoffel, die in ganz Ungarn, aber im deutschsprachigem Raum nur im Saarland und im Nordwesten der Schweiz in einigen, sehr wenigen Gemeinden bekannt ist. Es sind überwiegend Elsässer und Badischer Landschaften, woher die meisten "Donauschwaben" auswanderten. Sie haben sich freikaufen müssen vom Joch der Elsässer und Badische Erbschaftsvorschriften, die den erstgeborenen Sohn zum Herrn über die zu Knechten gestempelten Geschwister erkoren. Das Wort Krumpli stammt aus Krummbeere ab und so ist der Begriff Kartoffel schon weiter verbreitet vom schwäbisch-, rheinhessisch-, pfälzischen Raum hinaus bis nach Lothringen bekannt.
 
Kartoffelanbau in Ungarn - Wenn schon Krumpli die ursprüngliche Bezeichnung für Kartoffel in Ungarn ist, dann stellt sich die Frage, seit wann ist Kartoffel in Ungarn bekannt? - Gerade im Auswanderungsgebiet der Donauschwaben war Kartoffel lange unbekannt und wurde im Schwabenland erst im Jahre 1710 von rebellierenden Religionsflüchtlingen aus heute norditalienischen Gegenden eingebürgert. Die ersten Donauschwaben brachten die ersten Kartoffelknollen nach Ungarn mit sich. So betrachtet kann Kartoffelpaprikasch nicht besonders lange das Nationalgericht der Ungarn sein.
  
Kartoffel statt Sellerieknolle - Bekannt ist, dass die Ungarn lange nichts von Kartoffelanbau hören wollten und sind darüber erst hinweggekommen, als der ungekrönte Sohn von Maria Theresia, König Joseph II der Ungarn, zu Ende des 18. Jahrhunderts mehrere Jahre Steuerfreiheit gewährte für den Anbau von Kartoffel. - Warum sich die Bauer gegen den Kartoffelanbau wehrten, darüber spricht man heute nicht mehr. Tatsache ist, dass die Sellerieknolle in der Küche früher den gleichen Zweck erfüllte, wie heute die Kartoffel, die anfänglich noch sehr teuer war. Die Sellerieknolle schmeckt ähnlich und ist für den gleichen Zweck zu verwenden, wenn man weiß, wie man sie kocht: in mit Essig leicht gesäuerter Milch. Essig und Milch gab es damals immer und praktisch kostenlos auf allen Bauernhöfen - viel billiger, als heute das Trinkwasser.

  
Krumplipaprikás ist in anderen Ländern kaum bekannt, ist jedoch das wahrscheinlich populärste Nationalgericht in Ungarn - einfach, schnell und billig auf den Tisch. Die Kenntnis über die Zubereitung bereitet den Boden für unzählige Gulaschgerichte und Gulaschverwandte Gerichte mit Zwiebel, Tomate und Paprika vor. Einfacher geht nur noch der Grenadiermarsch. Warum gerade Gulasch und manch andere ungarische Küchengerichte im deutschsprachigen Raum besser bekannt sind, darüber kann man lange spekulieren. Tatsache ist, dass die Ungarn und noch mehr die Zugereisten mit Gulasch seit Jahrzehnten Werbung für die ungarische Küche betreiben. Wie auch immer, wir zeigen hier das Grundrezept für Krumplipaprikasch, das in Ungarn schon lange bekannt ist und die Jugendlichen im Grundschulalter als erstes Gericht erlernen müssen. Ob auf einem Schulausflug oder im Pfadfinderkamp im Wald, Hauptsache die Kinder lernen es früh, wie man Kartoffelpaprikasch in der freien Natur in einem Kessel zubereitet. Vorher wird bei Mutti am Herd geübt, dass man sich vor den anderen nicht blamiert... Es ist wirklich toll, wenn für die Vorführung viele Mütter erst einmal selbst die Zubereitung erlernen müssen - so populär ist Paprika im sog. Paprikaland Ungarn! Kessel für die Zubereitung von Gulachgerichten
  
Kartoffelpaprikasch - das Rezept:

  
Das folgende Stummvideo zeigt die Zubereitung im Freien, Zutaten und Zubereitung siehe unten:
     
    
Zutaten für 8 Personen: 3 kg Kartoffeln, 5 Zwiebeln, 2 große Tomate, 2 weiße Paprikaschoten, Schmalz, Paprikapulver, Paprikakreme, Salz, 800 g Debrecziner (siehe Debreceni páros). Für die Wurst eignen sich Gyulaer Wurst und notfalls die in Deutschland überall erhältliche spanische Paprikawurst Chorizo gerade ideal.
  
Zubereitung: Die Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Paprikaschoten und die Tomate wie gezeigt klein schneiden. Zwiebeln grob hacken, im Schmalz bei wenig Hitze bzw. kleiner Flamme in der Küche glasig schmoren und die weiteren Zutaten, wie im Video gezeigt, dazugeben - zuletzt die Kartoffeln (diese benötigen ca. 15 Minuten Kochzeit). Zuletzt für die letzten 5-10 Minuten kommt die Wurst dazu. Die Gyulaer Wurst kann von Anfang an mitgekocht werden.
  
Kartoffelpaprikasch mit Rindfleisch Kartoffelpaprikasch wird bei den Ungarn stets mit Wurstscheiben gekocht, aber dafür gibt es keine gesetzliche Vorschrift. Die Donau-schwaben machen ihren Paprikasch ähnlich wie die Gulaschsuppe - mit Rindfleisch oder sogar vegetarisch mit Champions, wie an den Bildern links und rechts ersichtlich. Kartoffelpaprikasch mit Champions
    
Kartoffelpaprikasch Servieren: Kartoffelpaprikasach ist eigentlich eine scharfe Kartoffelsuppe. Deswegen stehen Brotkörbchen auf allen Tischen. Weißbrot eignet sich am besten gegen die Schärfe. Für Kinder in der Familie kocht man weniger scharf. Erwachsenen stehen getrocknete Paprikaschoten zum Zerreiben oder gleich Chiliflocken für mehr Schärfe bereit. Es gehört nicht zu den Tischmanieren, Kindern verzeiht man dafür, wenn sie wenig Sud mögen und die Kartoffeln mit der Gabel zerquetschen. Kartoffelpaprikasch mundet nicht nur Kindern am besten so, wie am Blid links.
     
Házipálinka - Hausgemachter SchnapsSzekszárder Stierblut Bei allen von Paprika scharfen Gerichten ist vor dem Essen im Sommer ein hausgemachter Schnaps, im Winter ein Merlot, notfalls ein Stierblutwein, der identisch ist mit dem Bordeaux, angesagt. Zum rotem Fleisch trinkt man Rotwein, bei weißem Geflügelfleisch und Fisch Weißwein. Nach dem Essen mundet Erwachsenen ein Bier am besten, allerdings gilt in Ungarn ein absolutes Alkoholverbot am Steuer mit Null Toleranz. Bier heißt Sör auf Ungarisch und wird wie Schör kurz ausgesprochen. Durstlöscher nach Gulaschgerichten - das Bier
   
Der Küchenchef Im deutschsprachigem Raum ist Pörkölt das bekannteste ungarische Küchenprodukt und wird in Deutschland Gulasch genannt. Das Fleisch dazu schmeckt vom Metzger und nie aus dem Tiefkühlfach der Supermärkte mit bis zu 30% Gefrierwasseranteil. Damit kann man das Fleisch kochen, aber nie anrösten für den Gulaschgeschmack, denn Pörkölt heisst "Angeröstes" auf Deutsch. Paprikahuhn ist eine besondere Delikatesse aus der feineren ungarischen Küche, es ist weniger bekannt in Deutschland als in Nordamerika. Gefülltes Kraut wird in der Weihnachtszeit landesweit aufgetischt, es ist eine Koproduktion der früheren Besatzungsmächte Österreich und Türkei. Klassiker der häuslichen Küche in Ungarn sind die Eintopfgerichte, z.B. Lecsó (sprich: Letscho), ein fleischloses Gulasch, ein Gericht aus Zwiebeln, Tomaten, Paprika und als Leckerbissen darin entweder eine geräucherte Wurst oder ein Rührei. Eine weitere traditionelle Köstlichkeit ist der Hortobágyer Rostbraten, der mit einem Grießkloß oder Tarhonya (Eier- oder Nudel-Graupen) und vielen Kräutern auf den Tisch kommt. Das ist ein Gericht ohne Paprika, dafür aber mit viel Majoran und Kümmel.
  
Túróscsusza isst man in Ungarn öfter als Nachspeise zur Löschung des Paprikafeuers, es ist aber eine Vorspeise und wird in Österreich Topfenfleckerl oder auch Topfnudeln genannt. Es sind Nudeln mit Sauerrahm (Saure Sahne in Norddeutschland) und körnigem Hüttenkäse, begossen mit heiß schwitzenden Grammeln. Letztere sind ausgelassene, knusprige Speckwürfel. Topfenfleckerln serviert man ohne Grammeln weniger fett, dann bestreut man sie mit Rosinen und Puderzucker. Topfenfleckerln lassen sich auch im Backofen zubereiten. Unter der Bezeichnung Schustersstrudel bzw. Vargabéles entwickelte man aus der süßen Variante ein fruchtiges Dessert, das heute in ungarischen Konditoreien weltweit zu den besonderen Delikatessen zählt. 
   
Auch Fische aus den vielen Seen und Teichen des Landes stehen häufig auf der Speisekarte. Als Delikatesse unter den Fischen gilt der gegrillte Fogas (sprich: Fogasch), der Zander aus dem Plattensee. Karpfen, Wels und Stör sind ebenfalls hervorragend. Fogas - Der Zander aus dem Balaton
Die feurige Fischsuppe, die aus möglichst vielen Fischsorten, mit viel Zwiebeln und wenig Tomaten stark gepfeffert zubereitet wird, wie am Rhein, bezeichnet man in Ungarn nach der südlichen Donaustadt Baja als Fischsuppe auf Bajaer Art. Weltweit einmalig und daher besser bekannt ist jedoch die Fischsuppe auf Szegediner Art. Szegedin am südlichen Theißlauf befindet sich im Paprikaanbaugebiet und hier kocht man die Fischsuppe, indem ein Teil oder sogar alles vom Pfeffer durch scharfes Paprikapulver ersetzt wird. - Siehe unter Halászlé Ungarische Fischsuppe - Halászlé
  
Als Nachtisch wird oft Palacsinta (=Palatschinken oder Crepes) hochgeschätzt, ein dünner Pfannkuchen, meistens mit Süßigkeiten gefüllt. Landestypisch wird der Pfannkuchen mit gemahlenem Walnuss oder Mohn mit Aprikosenmarmelade oder mit Quark und Rosinen gefüllt. Am pfiffigsten vorbereitet wird die Gundel-Palatschinke, die mit Walnüssen und Schokoladensoße gereicht wird und kulinarisch-künstlich, so ziemlich plastisch auf dem Teller erscheint. Palacsinta ist eigentlich ein Fingerfood, wie die Frühlingsrolle in China, wurde aber von den im 19. Jahrhundert in Ungarn beschäftigten französischen Köchen soweit eingebürgert, dass viele Ungarn sich einbilden, Pfannkuchen wäre eine ungarische Erfindung. Dabei ist z.B. die Gundel-Palatschinken im Nachbarland Kroatien schon viel länger bekannt als in Ungarn. Dort bezeichnet man sie "Himmel auf Erden" und sie schmeckt wahrscheinlich noch besser, weil die Kroaten auch noch aufgeschlagene Sahne in die Schoko-Walnussfüllung rühren. Zu Ostern und Weihnachten gehört traditionell Beigli als Nachspeise immer auf den Festtagstisch.
   
Mohnkonsum und Drogen: Nach dem EU-Beitritt im Jahre 2004 schlug Brüssel Alarm über die Essgewohnheiten der Ungarn und wollte vieles verbieten. Die Hausschlachtung und auch die mohnhaltigen Speisen sollten von der Speisekarte der Ungarn verschwinden. Bei der Hausschlachtung hat sich herausgestellt, dass die Gefahren dadurch geringer sind, als durch den Verzehr von vergleichbaren Fleischprodukten in der übrigen EU. Über das geplante Verbot des ungarischen Mohnkonsums vermutet man, dass dahinter die Lobbyarbeit des internationalen Drogenhandels und die Unwissenheit der Brüsseler Technokraten stand, der durch das Verbot nun schon seit Jahrzehnten (in Deutschland seit 1974) enorme Gewinne erzielt, wie einst der Alkoholhandel während der Prohibition in den USA. Damals sollte die Bevölkerung moralisch und körperlich gesunden, doch stattdessen florierte das organisierte Verbrechen. Leidtragende sind heute vor allem Krebspatienten in der Endphase, die auf schmerzmildernden Opiate angewiesen sind, aber diese nicht bezahlen können. Auch die Konsumenten leiden, weil sie einerseits vom Gesetzgeber zu Kriminellen gestempelt werden, andererseits nicht zweifelsfrei wissen, was sie an einem von den Drogenbossen regierten Schwarzmarkt kaufen.  Blaumohn
Die EU-Regelung betrifft nicht den Verzehr von Mohnkörnern. Die Mohnkapseln enthalten zwar Opiate, aber in sehr geringen Mengen. Für die Herstellung einer einzigen Dosis des Rauschmittels benötigte man eine Lkw-Ladung von den Kapseln, sodass die Produktion daraus auch bei den durch das Verbot lukrativ gewordenen Drogenpreisen eine sinnlose Tätigkeit wäre. In früheren Zeiten kochten die Mütter aus einem Eimer Mohnkapseln etwa 1 Liter Tee für die Kinder bei Schlafstörungen.
  
Mohn enthält einige B-Vitamine und ist reich an Mineralien. Ob als
Mohnfleckerl oder in diversen Kuchen, Mohn sollte immer frisch - im Erntejahr! - gemahlen werden. Es reicht nicht, den Mohn durch die Mühle zu jagen. Bei der Wahl des Mahlgrades sollte das "Produkt" ölig glänzen. Da gemahlener Mohn in luftdichter Verpackung schnell ranzig wird, wird er meist nur zerquetscht und als "gemahlen" angeboten. Das schmeckt noch lange nicht in Kuchen oder auf den Mohnfleckerln.
  
Das Mohnöl spielt eine Rolle bei der Heilung (!) von Osteoporöse. Von Medizinern wurde eine Heilung nachgewiesen beim Verbrauch von einem Liter pro Jahr und das kann die Krankenkassen entlasten. - Die moderne Pharmaindustrie ist allerdings unglücklich über solche Erkenntnisse.
Mohnmühle
  
Fleckerln sind ein Überbleibsel der Armenküche der Donaumonarchie des 19. Jahrhunderts, ein Charakteristikum sozialistischer Misswirtschaft des 20. Jahrhunderts und das gilt mehr denn je nach der vermeintlichen politischen Wende im Jahre 1989. Daran änderte sich bis heute nichts. Große Teile der Bevölkerung wandern vor allem in die EU-Ländern aus, seitdem die Arbeitsaufnahme für Ungarn im Mai 2007 möglich geworden ist. Derzeit sind ca. 800.000 Ungarn in der EU, davon rd. 300.000 in Deutschland auf Arbeitssuche oder beschäftigt und diese Zahl wächst weiter - Stand 2017. Das sind 8% der Bevölkerung und betreffen nur diejenigen, die sich einen Umzug ins Ausland in ihren jungen Jahren leisten konnten. Nicht dazu gezählt wird eine extrem hohe Zahl von RentnerInnen, die in den Altersheimen der EU-Länder, ja sogar mit laufend verlängerten Aufenthaltsgenehmigungen in Nordamerika mehr oder weniger qualifizierte Tätigkeiten ausführen. Es war ein von Trumps Wahlversprechen, mit erlogenen Visumverlängerungen usgestattete Schwarzarbeiter, überwiegend Housekeeping Personal auch nach Europa zurückzuschicken. In diesem Sinne ist das berühmte USA-Telefonat von Viktor Orbán gleich nach Trumps Wahl zu verstehen und wir wissen, dass Traump dieses Wahlversprechen, wie viele andere auch, nicht einhalten wird - aus bestimmten Gründen. Viktor Orbán war der Erste, der ihn dringend kontaktieren und über seine Zugehörigkeit informieren musste. Zur Erinnerung: Mehrere Staatschefs der EU, so auch Angela Merkel schimpften auf V. Orbán, allerdings nur bis zu seiner Audienz.
 
In Ungarn nennt man solche Küchengerichte neuerdings Hungarikum bzw. Hungarika in Mehrzahl - es gibt immer mehr davon. Selbstlob stinkt bekanntlich, so wurde Ende 2015 der deutsche Baumstriezel unter der Bezeichnung Kürtőskalács zum Hungaricum erklärt, allerdings einen Tag später als er von Rumänien in Brüssel ein EU-Namensschutz dafür als rumänische Spezialität beantragt wurde. Die Meinung der vertriebenen  Siebenbürger Sachsen und Donauschwaben über ihre Küchenspezialitäten fragt man nicht mehr bei diesen rassistisch geprägten Titulierungen, die in Ungarn und Rumänien nach viele Jahrzehnte andauernden Volksvertreibungen nur noch eine Minderheit bilden. Auch über die Elend von Bevölkerungsmassen im eigenen Land spricht man in Ungarn ungerne (wie auch in Deutschland nicht), die Hunderttausende wegen Arbeitslosigkeit in andere Länder treibt, wo das gleiche Problem massenhaft vorhanden ist. Denken wir nur über Spaghetti und weitere Nudelsorten, so auch an die Fleckerln, die mit verschiedenen Schmierstoffen, Saucen und geschmackgebenden Komponenten den Hunger breiter Bevölkerungsschichten stillen, weil diese sich nichts besseres leisten können. - Der frühere deutsche Kanzler, ein vermeintlicher Sozialdemokrat, der Gerhard Schröder, Erfinder des elendfördernden Sparmodells Hartz IV für die unterste Bevölkerungsschicht ist heute ein Industriemagnat in russischen Diensten. Nach dem Schaffen von Hartz IV sang er bis zum baldigen Ende seiner Amtszeit gerne das Lied: "Das ist das Schöne an der Demokratie". Er grüsst Deutschland zusammen mit dem neuen Bundespräsidenten Walter Steinmeier, der als vermeintlicher Sozialdemokrat und Arbeitsminister im Kabinett Schröder wesentlichen Anteil an der Gestaltung von Hartz IV mitwirkte und damit für die Erniedrigung weiter Bevölkrungsschichten maßgeblich verantwortlich ist. Steinmeier war praktisch unbekannt, als er urplötzlich als Parteibonze emporkroch. Seitdem wurde er in bestimmten Medien laufend als vermeintlich populärste Politiker Deutschlands vorgegaukelt. Am Tag seiner Amtseinführung als Bundespräsident, der vorher vom Volke bei allen Wahlen unterlag, konnte er es in seiner Antrittsrede nicht auslassen, dem deutschen Volk eine Belehrung darüber zu unterbreiten, was Demokratie und Volksmeinung sein soll.
    
Herzsalami ist eine alte Marke aus der Fleischwarenfabrik der Gebrüder Herz, die in der Nachkriegszeit verstaatlicht, in Staatl. Schlachthof umbenannt und im Rahmen von sog. Entschädigung von unrechtmäßig enteigneten Privatgütern über dunkle Kanäle in neue Hände "reprivatisiert" wurde, die nach EU-Subvention für die Rekonstruktion nur die Pleite hinterließen. Seit kurzer Zeit gehört der Schlachthof von Budapest der Konkurrenzfirma Pick aus Szeged, die sich momentan in Ungarn als Retter eines traditionell guten Markenproduktes brüskiert.
   
Die Herzsalami war für Feinschmecker gedacht im Gegensatz zur paprikareichen, z.T. brutal scharfgewürzten und versalzenen
Picksalami aus Szeged. Früher benötigten beide Salamis lange Reifezeiten bei der Lufttrocknung. So waren sie seit Produktionsbeginn vor rd. 150 Jahren einige Jahre lang lagerungsfähig auch in der sengenden Sonne, durften jedoch nie auf Kühlschranktemperatur gebracht werden, denn in der Kälte schlägt das überreichlich verabreichte Salz aus und der Geschmack vergeht bereits nach wenigen Tagen, so auch schon in den Kühltransportern auf dem Weg nach Deutschland. So war das noch vor kurzer Zeit, bevor die EU-Verordnung zur Lagerung von Wurstwaren in den Lebensmittelgeschäften den Geschmack der ungarischen Salami verdarb. Auch das üppig verwendete Nitritpökelsalz und die damit verbundenen Gesundheitswarnungen in den Medien trugen zum starken Konsumrückgang bei. All das hat die Hersteller offensichtlich auf die Palme getrieben und sie haben mit der Einführung neuester Markennamen mit neuesten Geschmacksrichtungen offensichtlich das Produktionsverfahren und auch die Rezepturen geändert.
Herz Salami
  
Leider muss man die deutschen Wörter öfter interpretieren, damit sie alle im gesamten deutschsprachigen Raum verstanden werden. So z.B. kommt es hier und da öfter vor, dass man von seiner Frau eigentlich lieb gemeint als Macker bezeichnet wird. Es ist schon logisch, wahrscheinlich nicht zufällig wird der Mann von seiner Frau "mein Macker" genannt und nicht umgekehrt. Der Macker war nun mal in der Sprache vorhanden, als es im deutschsprachigen Raum noch viele Macker gab. Macker bedeutet nämlich kastrierten Esel und Mackerfleisch war ursprünglich der wichtigste Geschmack gebende Komponente in der ungarischen Salami, als man kurz vor der 19./20. Jahrhundertwende das ursprüngliche Salamirezept entwickelte. Damals wurden die Dampf- und elektrisch betriebenen Maschinen eingeführt und sie ersetzten die lasttragenden Macker und Maultiere, deren Fleisch damals in Unmengen vorhanden und daher am billigsten war. Noch in den 1970er Jahren mischte man Rinds- und Schweinefleisch je zur Hälfte in die ungarische Salami. Damals erlebte die ungarische Salami ihren Höhenflug an Berühmtheit und Marktabsatz aus einem einfachem Grund: Billig und trotzdem gut war sie für die Ostblocktouristen, deren Devisenkontingent extrem eingeschränkt war.
      
In Ungarn hing die Salami in den Fleischerläden direkt vor der Nase der Kunden in der Luft. Pick- und Herzsalami konnte man so ohne Kühlung in der häuslichen Speisekammern jahrelang trocken lagern. In der EU jedoch musste die Salami laufend gekühlt werden. Bei Kühlung schrumpft die Salami und das Salz schleicht daraus empor. Nach ein paar Tagen im Kühlschrank schmeckte die Salami ohne Salz nicht mehr.
  
Etwa seit Mitte 2013 schmecken die Salamiprodukte der Firma Pick auch aus den Kühlregalen. Dafür steht heute nur noch eine relativ kurze Haltbarkeit auf den Etiketten. Salami ist Dauerwurst und was nicht lange hält, ist keine Salami, auch wenn man das auf die Etiketten schreibt. Was da noch "original" sein soll, darüber möchten wir nicht spekulieren, denn die aktuellen Fabrikationshallen heute anderswo sind als früher und der Begriff "original" sich heute - laut Werbung - nur noch auf den Standort der neuen Fabrikationshallen beziehen soll, nicht jedoch auf die Rezeptur. Da bleibt einem  der Atem im Hals stecken und fragt, wenn schon "original" so hochgeschrieben wird, dann warum nicht gleich das Original aus Italien, woher die Salami stammt?

   
Auch heute zählt billig an vorderster Front bei der Herstellung. Pick-, Herz- und Wintersalami. Sie werden heute (Stand: Juni 2014) überwiegend aus deutschem Schweinefleisch hergestellt, weil es im EU-Binnenmarkt am billigsten ist. Hier erfahren Sie, warum das deutsche Schweinefleisch am billigsten ist in der EU. Wie das im Detail möglich ist, lesen Sie im folgenden Dokument vom 2. Juni 2013 (PDF-Datei von 2,2 MB), das eine Antwort auf die Frage gibt, wie die seit Jahrhunderten gut funktionierende Landwirtschaft im Billiglohnland Ungarn mit dem EU-Beitritt plötzlich auf den Kopf gestellt und von Brüssel bis 2006 fast komplett in die wirtschaftliche Ruine getrieben werden konnte. Wer denkt, das waren mal Zustände, der kann hier nachlesen, dass es Ende 2014, ein Jahr nach der Veröffentlichung unmenschlicher Arbeitsverhältnisse in der deutschen Fleischindustrie noch immer genauso zuging - und wer denkt, irgendwann kommt die Besserung, weil wir in Deutschland Gewerkschaften haben, der íst bestenfalls ein Träumer, der denkt, diese vermeintliche Arbeitervertretung würde was für die Arbeiter tun. Welch unmenschliche Arbeitsverhältnisse Mitte 2016 für die Konjunktur in der deutschen Lebensmittelbranche für Niedrigpreise sorgen, das lesen Sie hier...
  
In den ungarischen Lebensmittelgeschäften gab es rd. 25 Jahre nach der sog. politischen Wende fast ausschließlich nur noch Importware zu kaufen, überwiegend aus Deutschland. Den Markt beherrschten vor rd. 10 Jahren ausländische Firmenketten, wie Spar, Eurospar, Aldi, Penny, Lidl, Tesco, Auchan u.a. - ohne Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung und Erzeuger. Wenn sich die ungarischen Landwirte dafür einsetzen, ihre preisgünstigeren Waren auf den einheimischen Markt zu bringen, wurden sie wohlorganisiert in den westlichen Medien als rechtsextreme Nationalisten beschimpft. Der aktuelle Ministerpräsident Viktor Orbán löste eine korrupte sozialistische Regierung ab, die alles erdenkliche in ausländische Hände privatisierte, die der Staat noch besaß. Seit seinem Amtsantritt im Jahre 2010 wird er von allen erdenklichen inländischen und ausländischen Seiten bombardiert, weil er nicht alles zu schlucken vermag und sich wehren weiß, zumindest bisher überstand er alle Korruptionsvorwürfe, die nicht von der Hand zu weisen sind. Sein Nachbar, Parteifreund und Ortsbürgermeister, ein Klempner von Beruf "gewinnt" laufend neue Agrarländereien in Tausender Hektargrößen und bewirtschaftet dafür diverse Agrarbetriebe der Familie Orbán und Verwandte. Sogar ein Fußballstadion mit 4.000 Zuschauerplätzen ließ Viktor Orbán auf seinem eigenen Feld in einer Ortschft mit rd. 1.500 Einwohnern erbauen.* Das und noch viel mehr bringt die EU auf die Palme und das nächste Opfer steht bereits im Visier der nach Brüssel gejagten Partei-Hinterbänkler, die Ukraine mit einer traditionell solide funktionierenden Agrarwirtschaft. Auch sie sollen in den nächsten Jahrzehnten deutsches Fleisch importieren und womöglich sogar ihren Wodka aus in den USA genmanipulierten deutschen und französischen Mais, Weizen und Kartoffeln mit Gas aus EU-Ländern brennen - wie auch immer.
 
*Übrigens: Heute (Stand Sommer 2015) entstammt das Schweinefleisch aus ungarischer Produktion. Erst bekam die Frau Orbán vom ungarischen Staat ca. 300 Hektar Gelände geschenkt, das sie an den Nachbar und Ortsbürgermeister verpachtete für die Errichtung eines Schweinemastbetriebes. Der Nachbar kaufte für Peanuts eine vermeintlich heruntergewirtschaftete Fleischfabrik in Pápa, nordwestlich vom Plattensee auf. Für den Aufbau des Schweinemastbetriebes "gewann" in einer Ausschreibung der Ortsbürgermeister/Orbáns Nachbar und Parteifreund mehr als 300.000,- Euro Brüsseler Starthilfe. So ähnlich begünstigt war er auch in Pápa beim Neuanlauf der ehemals staatlichen Fleischfabrik. Der Absatz wurde gesichert durch die französische Lebensmittelkette Auchan, der vorher von der Orbán-Regierung die Schließung ihrer ungarischen Supermärkte angedroht wurde, weil sie fast alle Verkaufsangebote aus dem (EU-)Ausland bezog. Nach der Einigung mit Auchan über den Fleischabsatz aus Pápa bekam Auchan ein weiteres Privilegium vom ungarischen Staat. In ihren Supermärkten darf Auchan kürzlich monopolisierte Tabakverkaufsstellen betreiben und wessen Verwandter diese Läden bei Auchan betreiben darf, darüber dürfen Sie liebe Leser raten.

   
HázipálinkaHasugemachter Schnaps Weniger von Paprika, vielmehr von Salz und Pfeffer bekommt man Durst, je schärfer gewürzt wird, umso mehr. Viktor Orbán sei Dank für die Legalisierung des Hausgemachten in Ungarn. Als die großen Brennereien, vor allem Zwack für ihr, wie auch immer erschlichenes Monopol in Brüssel und damit gegen die Zulassung von Hausbrennereien internationalen Druck aufbauten, bewies der in bestimmten Medien als konservativ verunglimpfte Reformpolitiker genug Hartnäckigkeit bei der Durchsetzung dieser Regelung. Heute darf ein jeder sein Gewerbe anmelden und der Schnaps kommt meist direkt vom Obsthof. 
  
Gott sei Dank, denn während die großen Industriebrennereien mit laufend neuen Geheimrezepturen und sagenhaften Legenden stolzieren, sollte man schon wissen dürfen, was mit den zugedichteten Fabelmärchen vorgegaukelt wird. Beim Hausgemachten "Házipálinka" weiß man bescheid, von wo der Geist kommt.
 
Aprikose - Barack
     Barack=Aprikose     Pálinka=Schnaps
  
Aber Vorsicht bei der Frage in Ungarn, ob man ein Barack haben möchte. Auch die Backpfeife heißt Barack auf Ungarisch...
Barackpálinka, der berühmte Schnaps aus der ungarischen Puszta wird aus Aprikosen hergestellt - immer öfter in einzelnen Obsthöfen. Aprikosengeist aus der Puszta wird in der Umgebung von Kecskemét in großen Mengen produziert, denn die mächtigen Sandböden und das Klima sind dort ideal für ihren Anbau. Die Aprikosenreife hat einen kurzen Zeitraum und die Früchte sind nur konserviert oder als Geist haltbar. Ansonsten schmecken sie in Kuchen, am besten frisch vom Baum. Der Aprikosensaft ohne alkoholische Gärung schmeckt gut, löscht den Durst im Sommer, ist aber wenig beliebt, genauso wie der Pfirsichsaft. Barackpálinka - Aprikosenschnaps
UNICUM - Durch Werbung in allen Medien gut bekannter Magenbitter - mit patentiertem Geheimrezept. Kenner sind überzeugt, Unicum sei weltweit der einzige Magenbitter, von dem man keine Kopfschmerzen bekommt. Es ist ein offenes Geheimnis, woran das liegt: kein Wermuth unter den Kräutern und die Reife erfolgt in ungeschwefelten Fässern.

Dass man die besten ungarische Speisen nur mit Schweineschmalz kochen kann, gehört zu den Grundelementen ungarischer Rezepte. Schmalz kommt der uralten ungarischen Weinkultur entgegen, die bereits zu Attilas Zeiten berühmt war - damals aus Beutezügen, heute aus den eigenen Weinbergen.
  
Im Laufe der Zeit änderten sich die Rebsorten zwangsweise, gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie die schweren Nationalspeisen der Ungarn hervorragend abrunden. Vor allem den Aprikosenbranntwein "Barack Pálinka" gibt es so einmalig nur aus Ungarn.
Magenbitter Unicum
Der Graumönch aus Badacsony Bild links: Ein berühmter Spitzenwein ist der Graumönch aus Badacsony am Balaton bzw. Plattensee.
    
Bild rechts: Zu den schweren ungarischen Gulaschgerichten empfiehlt sich Bier oder ungarischer Wein, vor allem Tokajer. Es war der französische Lebewohl-Sonnenkönig Ludwig XIV., der diesen Ausbruchwein aus Tokaj zur Königin aller Weine ernannte. Dabei steht der Begriff Ausbruch (Aszu auf Ungarisch) für die Herstellungstechnologie. Der neue Wein wird vor Weihnachten mit den vom Schimmelpilz Botritis befallenen Weintrauben erneut zur Gärung gebracht und abgewürgt, wenn der Alkoholgehalt die 16% Marke erreicht.
Tokajer Ausbruch
  
Rust in Österreich und Tokaj in Ungarn streiten seit Jahrhunderten über die Erfindung der Ausbruchtechnologie und auch über die unübertroffene Qualität ihrer Ausbruchweine. Beide werden aus besonderen, für die besondere Technologie bewehrte Rebsorten etwa ab Mitte des 17. Jahrhunderts erzeugt. Vorsicht daher bei Nachahmern! Wenn man z.B. auf "Kompolter Ausbruchwein" trifft, dann kann der Wein zwar gute Qualität haben, wenn die Flasche noch keinen "Stich" hat, aber nicht die unübertroffene Güte aus Tokaj oder Rust. Kompolt ist der deutsche Name der Stadt Eger in Ungarn und Eger ist das Zentrum eines Weinbaugebietes. Nach unseren Erkenntnissen aufgrund der Verkostung einiger teuer bezahlter Flaschen Kompolter Ausbruchweine, benutzen Spekulanten den guten Namen der Stadt für die Versteigerung lang gelagerter Weine aus unterschiedlichen Rebsorten, die von den Spekulanten hochgepriesen, nicht jedoch aus Rebsorten erzeugt wurden, die für den Ausbruchwein geeignet sind.
  
Die bekanntesten unter den ungarischen Weinsorten sind wohl der Tokajer und die verschiedenen Graumönch Weine (in Deutschland meistens Ruländer oder Grauburgunder genannt) aus der Plattensee Region, ferner Muskateller und der Lindenblattwein "Hárslevelű" von einer besonders süßen Rebsorte, die ausschließlich in Ungarn wächst.
 
Während der Tokajer weltweit bekannt ist, weil der französische Sonnenkönig ihn zur Königin aller Weine erkor, weniger bekannt ist der
Somlói Juhfark, weil es davon wenig gibt. Er ist der Hauswein der Königsfamilien Windsor und Habsburg schon seit Jahrhunderten, weil er herrlich gut ist und für männlichen Nachwuchs sorgen soll. Maria Theresia ging nie ohne den Somlói Juhfark ins Bett und brachte so 16 Kinder zur Welt!
  
Im Gegensatz zu Frankreich, wo die Massenweine "Chateau" und die Tafelweine mit Fantasienamen seit Jahrzehnten auf EU-Handelsnorm getrimmt wurden, haben die Ungarn bereits zu Attilas Zeiten auf Qualität gesetzt und setzen diese Tradition heute im eigenen Land konsequent fort. Manch eine mit Wachs gut versiegelte Flasche Tokajer aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind Zeugnisse von höchster Qualität. Was damals vor den einrückenden Türken in Brunnen versteckt wurde, findet man gelegentlich noch immer unbeschadet und in bester Qualität - sagen die Spekulanten vor den Weinversteigerungen.
  
Die ungarische Küche aus historischer Sicht: Die ungarische Küche ist eine der größten Küchen Europas. Um das zu verdeutlichen sei hier ein ungarisches Kochbuch aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges genannt, in dem 189 Fischrezepte beschrieben sind. Die ungarische Küche hat ihren Ursprung sicherlich in den asiatischen Steppen. Das lässt sich daraus folgern, dass es eine Reihe von Nationalspeisen in ähnlicher Form auch in den finnischen und estnischen Küchen zu finden sind. Dabei haben sich die Wege dieser verwandten Völker bereits vor rd. 4.000 Jahren getrennt. Attilas Truppen ernährten sich gut mit Suppenbrühe aus Fleischpulver und waren damit aus der Heimat langfristig gut versorgt, sodass sie fast unendlich lang ausholen konnten. Das ist nur ein Beispiel von Vielen für die natürliche Konservierung von Lebensmitteln, die man in Europa damals noch nicht kannte.

Vor allem die Könige aus anderen Ländern haben die ungarischen Köche beeinflusst. So haben französische und italienische Köche im Hof bereits im 13. Jahrhundert Einfluss auf die ungarischen Kochgewohnheiten ausgeübt und später im 19. Jahrhundert erneut, als die Spitzenköche zahlreicher  Nationen in ungarischen Spitzenrestaurants die Klinken aneinander weiterreichten. Mit König Matthias bahnte sich die scharfe Zigeunerküche (aus Indien) ihren Weg bereits im 15. Jahrhundert nach Ungarn. Seine dritte Frau Beatrix von Aragón aus Neapel brachte den Ungarn das Tischmanieren mit der Gabel bei, vorher kannten die Ungarn nur Löffel und Messer. Die scharfe Küche wurde später von den Türken mit dem edelsüßen Paprika und weiteren Gewürzen verfeinert, so gehören heute scharfe und weniger scharfe Gewürze zu den charakteristischen Elementen ungarischer Kochrezepte.
 
Im Gegensatz zu den umgebenden Ländern verwenden die Ungarn viel weniger Pfeffer. Früher verwendete man statt Pfeffer Bohnenkraut, weil die ungarische Unterart von Bohnenkraut wie der Pfeffer, jedoch ohne Schärfe schmeckt und damit den Magen nicht reizt. Während das ungarische Bohnenkraut ohne Schärfe krautartig nach Pfeffer schmeckt, ähnelt das deutsche Bohnenkraut einem Grasgewächs. Pfeffergeschmack, der die Schleimhäute nicht reizt - der ist heute kaum noch bekannt, weil Pfeffer viel billiger und einfacher zu verwenden ist. Die ungarische Bezeichnung Borsikafű für Bohnenkraut entstammt vom Pfeffer ab (Bors auf Ungarisch). Die in Siebenbürgen lebenden Ungarn verwenden das Bohnenkraut auch heute noch statt Pfeffer (nennen es dort jedoch mundartlich Csombor), weil es dort klimatisch bedingt wie Unkraut am Wegesrand vorkommt und überall im eigenen Garten kultiviert wird.

   
Praktisch alle Nationen, mit denen die Ungarn im Laufe der Geschichte in Berührung kamen, haben ihre Spuren in der ungarischen Küche hinterlassen. Zuletzt haben sogar die Russen in der Sowjetära das von französischen Gourmetköchen eingebürgerte Repertoire von Kaltspeiseplatten mit neuen Kompositionen bereichert. 

Woran sich die ungarische Küche von anderen europäischen Küchen deutlich unterscheidet, das wurde nach einer mehrjährigen EU-Studie im Mai 2005 veröffentlicht:
   
Von den Europäern benötigen die Ungarn die meiste Zeit für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten. In der Heimat von Gulasch und Paprika verbringen die Menschen im Durchschnitt 63 Minuten täglich mit Kochen und liegen damit deutlich über dem Durchschnitt von 46 Minuten. 


Der größere Zeitaufwand ist erforderlich, weil die Ungarn Fleisch bevorzugen, das durch langsames Kochen allmählich weich und aromatisch wird, wie z.B. beim sog. Osterschinken. Das ist auch der Grund dafür, dass die Ungarn die Tiefkühltruhen in den Lebensmittelgeschäften ungerne sehen, ja sogar meiden.
  
Das folgende Video demonstriert die Zubereitung der wichtigsten, traditionell ungarischer Küchenprodukte so authentisch, wie es nicht besser gezeigt werden kann in einer großfamiliär geprägten Dorfgemeinschaft. Gezeigt oder zumindest genannt werden die häufigsten Landesspezialitäten in einem noch authentischen Landstrich im Nordosten, nahe zur nördlichen Grenze zur Slowakei, typisch jedoch für ganz Ungarn:
 
 
Im Video wurden die wichtigsten landestypische Küchenprodukte von Ungarn vorgeführt, angefangen mit der Zubereitung allerlei anfallenden Produkte bei der Hausschlachtung - und das beginnt bereits bei der artgerechten, in rd. Tausend Jahren bewährten traditionellen Tierhaltung - mit Verzicht auf Antibiotika und hormonelle Mästung, weil man die Fehlentwicklungen in den westlichen Ländern kennt. - Dabei ist die Stall- und Freilandhaltung mit Strohunterlage so kostengünstig, wie es die Vertreter der modernen Agrarindustrie in Deutschland gar nicht mehr vorstellen vermögen, weil das Umdenken hierzulande von Regularien gebremst wird. Der Kuhbauer und Ex-Landwirtschaftsminister Josef Ertl (CSU, 1925-2000), der die moderne, für sein Bauernhof maßgeschneiderte, auf Subventionen basierende agrarindustrielle Tierhaltung in der EU, damals noch EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft), ins Leben rief, grüßt aus dem Jenseits.
  
Es ist nicht zufällig, dass beim EU-Beitritt Ungarns die von der Industrielobby (rd. 20.000 Privatbeschäftigte in Brüssel) und Soros NGO-Organisationen bezahlten Abgeordneten in Brüssel einen regelrechten Krieg gegen das von Viktor Orbán geführte Land für die Vernichtung der seit Tausen Jahren bewährte traditionelle Hausschlachtung führten und weil sie auf einen Großmeister der Diplomatie stießen, verpufft allmählich auch ihre Bemühung um die Ansiedlung der in ihren Heimatländern ausgebombeten Wirtschaftstouristen in Ungarn. Viktor Orbán schützt sein Land, wie Israel es tut und sein Recht darauf vermögen die von Soros unterstützten NGO-Organisationen nur gelegentlich mit strohfeuerartigen Aufmotzen begegnen. Es scheint nun, dass sich Soros seinen immer öfter in Niederlagen endenden Kampf (nach Ukraine nun in Mazedonien) allmählich aufgibt. Ein Dank dafür an Viktor Orbán, der Soros und den Hintergrund seiner Aktivitäten besser kennt, als es dem NGO-Geldgeberguru lieb ist.
 
Aller Anfang zu Tisch ist nach einer Hausschlachtung immer die frische Wellwurst Hurka (Leber- und Blutswurst), gefolgt von Räuchern zur natürlichen, ortsansässigen Haltbarmachung für lange Lagerung der restlichen Fleischstücke in lüftigen Speisekammern - wie immer ohne Konservierungsstoffe und das ist ein Riesendorn im Auge der modernen Agrarindustrie und des Labensmittelhandels. Frische Karkasssensuppe, Kesselgulasch, Kohlroulade bzw. Krautwickel sind noch immer die prägenden Bestandteile einer Hausschlachtung. Schnaps und Pogatschas dürfen zu Tisch in Ungarn nie fehlen, wenn man Gäste erwartet.
   
HázipálinkaHasugemachter Schnaps Viktor Orbán sei Dank für die Legalisierung des Hausgemachten in Ungarn. Als die großen Brennereien, vor allem Zwack für ihr Monopol in Brüssel gegen die Zulassung von Hausbrennereien internationalen Druck aufbauten, bewies der in bestimmten Medien als konservativ verunglimpfte Reformpolitiker genug Hartnäckigkeit bei der Durchsetzung dieser Regelung.
     
Gott sein Dank, denn die großen Industriebrennereien mit laufend neuen Geheimrezepturen stolzieren und man sollte schon wissen dürfen, was einem nach Geheimrezepturen mit zugedichteten Fabelmärchen tatsächlich vorgegaukelt wird. Beim der traditionellen Hausschlachtung weiß man bescheid, von wo der Geist kommt. Meistens sind es Ribisel (Johannisbeere), Schlehe, Sanddorn, Aprikosen-, Kirsch- und Pflaumenbäume vom tatsächlich vorhandenen Gebüsch oder Obstbaum im eigenen Garten.
 
Auf die im obigen Video gezeigten und noch vielmehr authentische Landesspezialitäten von Ungarn gehen wir auf den folgenden Seiten ein und zeigen die wichtigsten Küchenrezepte dazu.
   
    
   
   
Ungarn-Tourist Team                                                                                                               
   
 
     

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Sie wollen endlich mal ein Gulasch nach Originalrezept in Budapest genießen. Dann nichts wie hin.
Das Essen in Ungarn ist fett und schwer, damit muss man einfach rechnen, wenn man in Ungarn einen Urlaub macht.
Zur ungarischen Küche gehört nun mal das Schmalz. Als Geschmacksträger bringt es die Zwiebeln und den Paprika zur Geltung.
Es ist viel gesünder, als sogenannte Ernährungsberater in Deutschland denken, denn
der Mensch kann die genetisch vorhandene Abwehrkraft gegen den Krebs nur durch fettes Essen und viel Bewegung stärken.
Niemand sagt, dass man viel essen muss, wenn das Essen schmeckt!