StartseiteFerienwohnungen in BudapestFerienapartments in Downtown BudapestThermalbäder und Kuren in BudapestUngarische Küche - Gulasch und Rezepteüber den UngarnweinFormel 1 bei Budapest am HungaroringKurbäderstadt Budapest  
Kochrezepte
   
   
 ungarische Küche   
    
 Brotzeit   
 Honig aus Ungarn   
 Kalte Küche   
 Suppen   
  Auflauf   
 Fleckerln   
 Geflügel   
 Fischgerichte   
 Wildgerichte   
 Gulaschgerichte   
 Gulaschverwandte Gerichte   
 Beliebte Gerichte   
 Beilagen
 Salate
 Wurst - Salami   
 Palatschinken   
 Kuchen, Strudel, Torte   
 Ostern und Martinstag   
 Weihnachten und Silvester
 Jüdische Spezialitäten   
    
     
 Budapest-Restaurant Tipps 
 Restaurants im Ausland
 Lebensmittel Online Shops
    
 Ungarnwein   
   
   
   
 zurück   
   
 Startseite   
   
 
Geflügel / Szárnyas ételek
      
     
Paprikahuhn / Paprikás csirke
    
Die ungarische Küche ist eine der Größten auf dieser Welt. Daraus kennt man im deutschsprachigem Raum Gulasch am besten, in Übersee ist jedoch Paprikahuhn als Chicken Paprikash populär aus folgendem Grund:
   
Das Rezept ist unsere Empfehlung in Memoriam Laci, dem beliebten Filmpartner der Éva Gábor im populären Familiensoap der nordamerikanischen Fernsehlandschaft der 1960er Jahre. Laci musste jedes Mal Paprikahuhn in viel Sauerrahm kochen, wie von den Hollywood-Diven lustiger weise vorgegaukelt, wenn die Küchenlaien Éva und Zsazsa sich gegenseitig besuchten bzw. inspizierten. Seitdem ist Chicken Paprikash in Nordamerika ein beliebtes Gericht, nun schon seit Jahrzehnten. Populär ist Paprikahuhn in Übersee, wie Gulasch in Deutschland. Das ist nicht zufällig, denn die Rezepte der beiden ungarischen Nationalgerichte sind fast identisch, ihre Zubereitung ist wenig zeitraubend und einfach zu erlernen - ideal für Anfänger und Küchenprofis gleichermaßen. Eva Gabor
In Übersee ist jedoch alles mit viel Hollywood-Schnickschnack, Sahne und Butter zum Angeben bis zum geschmackslosen Nimmer geht und mit Zutaten, die im Originalrezept überhaupt nicht vorkommen. Amerikanische Mütter mit ungarischen Wurzeln sieht man viele in den Internetvideos, die nach eigenen Angaben von Oma gelernt gut kochen können, aber wir haben keine gesehen, die das Rezept zuvor nicht mit den im Übersee üblichen Fehlentwicklungen vorgeführt hätte. Unten zeigen wir im Video, wie man Paprikahuhn in Ungarn kennt. Zsa Zsa Gabor & The Hungarian Connection
    
Merke - Dieses Gericht ist ein Paprikás bzw. Paprikachgericht und kein Pörkölt bzw. Gulasch. Es ist identisch mit dem Paprikahuhn oder Paprikahendl in Österreich und damit ein K und K Produkt, das im Osten bis in den heute rumänischen Karpaten ebenso gut bekannt ist. Geringe Abweichungen von dem hier beschriebenen allg. Grundrezept gibt es natürlich überall, wie praktich alle Gerichte von Haus zu Haus, ja sogar in benachbarten Restaurants unterschiedlich zubereitet werden.
   
Vorwort - Die Begriffe Pörkölt und Paprikás
Wenn Pörkölt (das Tellergericht Gulasch) aus in Streifen geschnittenem Fleisch mit Paprika gewürzt, gekocht und mit Sauerrahm oder sauerrahmhaltiger Mehlschwitze gekocht wird, spricht man von Paprikasch (dt. mit Paprika).
   
Das Paprikapulver wird seit Ende des 19. Jahrhunderts in Ungarn verwendet und ist seitdem immer mehr eine typische Zutat geworden in der ungarischen Küche. Traditionell verwendet man eine halb und halb Mischung von edelsüßem und rosenscharfem Paprikapulver. Unzählige Gerichte haben das Wort Paprika schon in ihrem Namen: Hähnchen-, Hammel-, Kalbs-, Rinder-, Schweine- oder Fischpaprikasch. Unabhängig ob Pörkölt oder Paprikás, in beiden Fällen beginnt man mit Zwiebeldünsten und -schmoren im heißen Fett, darin werden Salz und Paprikapulver unterrührt und dann das in Stücke geschnittene Fleisch darin glasiert. Wichtig ist dabei, dass man nur wenig Salz und dieses erst am Ende der Glasierung verwendet, sonst entzieht das Salz die Flüssigkeit aus dem Fleisch, macht es hart und trocken bis zur Ungenießbarkeit.
   
Zutaten für 4 Personen: 1 saftiges Huhn, frisch vom Markt (kein Suppenhuhn, am besten nur fleischige Stücke, wie Bein und Brust), 0,2 l Sauerrahm, 2 EL Mehl, 50g geräucherter Speck, 2 mittelgroße Zwiebel, 2 gelbspitze Paprika, 2 mittelgroße Tomaten, 1EL edelsüßes Paprikapulver, 1EL rosenscharfes Paprikapulver, 1-2 TL Mehl, Salz nach Geschmack, evtl. 0,5 l Fleischbrühe.
   
Vorbereitung: Das Hähnchen nach dem Waschen in kleine Stücke schneiden. Die Schenkel in zwei, die Brust in vier, die Flügel ebenso in zwei, den Rücken sowohl quer als auch längs in zwei Teile. Die Fleischstücke ein wenig salzen...
  
Marinieren? - sinnvoll, damit weniger saftige Fleischstücke, wie Brust und Rücken saftiger werden. Dazu am Vorabend die Fleischstücke in einer Paprikamarinade ertränken und im Kühlschrank lagern.
  
Zubereitung: Den geräucherten Speck in einer Pfanne schwitzen lassen. Die mittelgrob gehackten Zwiebeln im Speckfett bei geringer Hitze glasig dünsten. Dünstet man im Eiltempo bei größerer Hitze, dann die Pfanne von der Kochstelle nehmen, dort das Paprikapulver unterrühren, das Hähnchenfleisch darin mehrfach wenden und am Herd bei großer Hitze von allen Seiten anbraten. Wenn alle Fleischstücke glasiert (weiß geworden) sind, dann anderthalb Glas Wasser oder Fleischbrühe nach und nach untergießen, und beim häufigen Schütteln des Topfes weich dünsten (Darf nicht mit Kochlöffel umrührt werden, sonst fällt das zarte Hähnchenfleisch schnell auseinander). Wenn die Fleischbrühe verkocht ist, aber das Fleisch noch nicht weich genug ist (mit Gabel testen), dann nach und nach ein EL heißes Wasser hinfügen. Abschließend den entrappten und zerkleinerten Paprika und Tomate hineingeben und salzen. Mit der mit Mehl glatt verrührten saure Sahne verdicken bzw. aufkochen - siehe das Video dazu. Wer gern scharfes isst, kann das rosenscharfe Paprikaplver mit Chilipaprika verlängern.
   
Beilagen: Ohne Spätzle ist Paprikahuhn eine Suppe. Es ist egal, ob man dieses Gericht mit ungarischen Nokedli, bayerischen Knobben, schwäbischen Knöpfle oder Spätzle serviert. Als Beilage gibt man Blattsalat oder Sauerteiggurken, eine Art Salz-Dill Gurken dazu.
   
Haustipp - Paprikahuhn-Flüssigkeit: Wird das Paprikahuhn in sehr viel Flüssigkeit gekocht, kann man diese mit Tomatensauce (Mark aus der Tube) verlängern und darin gefüllten Paprika kochen! So benötigt man am nächsten Tag viel weniger Zeit zum Kochen. Das gleiche gilt für die Gulaschsuppe.
   
Das folgende Video wird (leider) auf Ungarisch besprochen und dabei so gekocht, wie man Paprikahuhn in Ungarn landesweit kennt, genau nach dem oben beschriebenen Rezept. Ob Sie überhaupt Mehlschwitze verwenden - wie im Video - und diese am Anfang oder Ende in die Kochflüssigkeit rühren, das soll Ihre Entscheidung sein. Viele mögen die Mehlschwitze nicht und rühren stattdessen am Tisch etwas vom Sauerrahm in die saftige Kochflüssigkeit am Teller.
   
Für den Fachmann ist das Verwenden von Mehlschwitze ein ausschließender Faktor. In den Paprikás bzw. Paprikasch gehört grundsätzlich Sauerrahm und keine Mehlschwitze, wie im Video vorgeführt -, aber viele kochen so:
   
   
    
    
Paprikahuhn bei Ilona in Wien
Paprikahuhn bei Ilona in Wien
   
     
    
    
Gefülltes Huhn / Töltött csirke
    
Ob Huhn, Ente oder Gans - unter den gefüllt zubereiteten Küchenspezialitäten ist wahrscheinlich Gefüllte Ente am beliebtesten. Küchenprofis benötigen keine Anleitung, Anfänger umso mehr. Aus diesem Grund zeigen wir das, was am einfachsten nachzumachen ist und zu weiteren Anregungen verführen soll. Einfachheitshalber werden hier nur Hühnerschenkel gefüllt. Das folgende Video ist auf Ungarisch, darunter die Beschreibung auf Deutsch.
   
 
Zubereitung: Das Hühnerfleisch wird gewaschen und von unerwünschten Teilen befreit.
   
2 dicke Weißbrotscheiben in kaltem Wasser einweichen anschließend das Wasser aus dem Brot pressen.
  
Grob gewürfelte Zwiebeln in einer Pfanne in Öl anrösten, zerkleinertes Petersiliengrün dazu mischen.
  
Pfanneninhalt zum zerdrückten Brot geben. In die Füllmasse kommen noch 3 Eier, 2 zerriebene Knoblauchzehen, 2 Teelöffel Salz, 1 TL Geschmacksverstärker (Vegeta oder Knorr), 1 TL Pfefferpulver - alles vermischen.
  
Die Füllmasse wie im Video sichtbar, unter die Hühnerhaut füllen. Die Schenkel in eine etwas gefettete Bratpfanne oder Römertopf legen, Wasser zum Dampfgaren dazu gießen, mit Alufolie bedeckt im Backofen bei 200-220 °C ca. 40 Minuten lang backen. Eventuell übriggebliebene Füllmasse dazutun und mit Folie bedeckt weitere 30 Minuten lang backen. Mit Bier begießen und ohne Folienabdeckung in etwa 10 Minuten knusprig backen.  
    
    
Szegediner Hühnergulasch / Csirkepörkölt szegedi módra
    
Zutaten: 1,8 kg Junghuhn, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 3-4 TL Gewürzpaprikapulver, 1,5 TL Salz, 2 Tomaten, 3 Paprikaschoten, 100 g Mohrrüben, 50 g Sellerie, 500 g Kartoffeln, 100 g Fett, 100 g Zupfnudeln.
     
Zubereitung:
Das Huhn waschen und in Stücke zerteilen. Im Kochtopf die kleingehackte Zwiebel im Fett glasig schmoren, vom Herd nehmen, Paprikapulver darin verrühren und das Hühnerfleisch, die Leber (ob auch die weiteren Innereien, das überlassen wir Ihnen) darin wenden und kurz anrösten bis das Fleisch vollständig vom Paprika verfärbt ist. Abschließend salzen und in wenig Wasser dünsten. Zwischendurch die zerdrückte Knoblauchzehe dazugeben und weiterdünsten, bis das Fleisch halbfertig gekocht ist. Die gepellte und zerquetschte oder zwiebelartig kleingehackte Tomate, die in ca. 1 cm große Würfeln geschnittenen Paprikaschoten und Kartoffeln dazugeben und in wenig Wasser im bedeckten Topf weich dünsten. Mit soviel Wasser auffüllen, dass das die Suppe bedeckt ist und erneut aufkochen.
  
Zupfnudel: 1 Ei, 2 Prise Salz und soviel Mehl (ca. 50 g) auf einem mit Mehl bestreuten Nudelbrett durchkneten, bis der Teig eine geschmeidige, jedoch sehr feste Konsistenz hat. Aus dem Teig kleine, ca. 1/2 cm große Stücke zupfen, zwischen Daumen und Zeigefinger platt walzen. In Salzwasser fertigkochen, unter Heißwasserstrahl abspülen und zum Srvieren bereithalten.
  
Servieren: Die Suppe wird in einem Servierschüssel aufgetischt und dort werden die Zupfnudeln in die Suppe gemischt.
 
    
    
   
   
Ungarn-Tourist Team                                                                                                               
   
 
    

Copyright © 1999  Ungarn-Tourist  -  Alle Rechte vorbehalten  -  Stand:

     

Sie wollen endlich mal ein Gulasch nach Originalrezept in Budapest genießen. Dann nichts wie hin.
Das Essen in Ungarn ist fett und schwer, damit muss man einfach rechnen, wenn man in Ungarn einen Urlaub macht.
Zur ungarischen Küche gehört nun mal das Schmalz. Als Geschmacksträger bringt es die Zwiebeln und den Paprika zur Geltung.

Es ist viel gesünder, als sogenannte Ernährungsberater in Deutschland denken, denn
der Mensch kann die genetisch vorhandene Abwehrkraft gegen den Krebs nur durch fettes Essen und viel Bewegung stärken.
Niemand sagt, dass man viel essen muss!