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Geschichte und Sehenswürdigkeiten um den Gellertberg
 
    
Der Gellertberg im Jahre 1900 (oben) und heute (rechts) aus etwas größerer Entfernung von der Webkamera betrachtet. Das Bild lässt erahnen, warum dieser Berg im Zentrum von Budapest, ursprünglich Blocksberg hieß. Aber auch der heute amtliche Name des Bergs hat deutschen Ursprung, wie aus der nachfolgenden Schilderung hervorgeht. Oben am Berg steht das Bollwerk der Besatzungsmacht Österreich, die Zitadelle.  Mitte rechts erkennt man Häuser, die schon lange nicht mehr da sind. Das Gellert Denkmal an einem Bild unten wurde am Fuße des Gellertberges vier Jahre später, in 1904 aufgestellt und stünde etwa im rechtlichen Drittel dieses Bildes. Gellertberg im Hintergrund
     
Am Fuße des Gellertbergs erkennt man das Heilbad Rudas, das bereits seit der Römerzeit im Betrieb ist. Das heutige Gebäude begannen die Türken zu bauen, es wurde später deutlich erweitert und umgebaut. Heute erinnert nur noch eine auf  neun Säulen stehende interne Kuppel im Dampfbad an das türkische Bad. Das Rudas Heilbad wird aus neun, bis zu 44°C warmen Thermalquellen gespeist, die aus dem Gellertberg entspringen.
    
Eine Häuserzeile am Gellertberg im 19. Jahrhundert in der Nähe des heutigen St. Gellert Denkmals. Die Häuser wurden auf Anordnung der Stadtverwaltung aus dem Jahre 1878 enteignet und aus finanziellen Gründen erst nach der Jahrhundertwende, noch vor dem Ersten Weltkrieg abgerissen. Dabei wurden rd. 300.000 Bäume, überwiegend Eschen zur Befestigung des an dieser Stelle besonders bröckeligen Gellertberges angepflanzt.
Die Abtragung der Zitadelle im Jahre 1901
Die Zitadelle wurde nach der Niederschlagung des Ungarnaufstandes 1848-1849 durch die Zarentruppen im Jahre 1849 auf Anordnung der Habsburger gebaut und 1851 fertiggestellt. Eine österreichische Garnison zur Bändigung der Ungarn wurde hier stationiert. Entsprechend groß war der Hass der Budapester Ungarn gegen die Zitadelle, weil sie darin laufend ihre Erniedrigung vor Augen sahen.
    
Als der Bann der Österreicher gegen die Ungarn nach dem sog. Ausgleich von 1867 vorbei war und die Habsburger nur noch an die Machterhaltung der Familie dachten, wurde die Zitadelle auf Beschluss der noch deutschsprachigen, jedoch schon ungarischen Stadtverwaltung von 1897 von den Militärmachthabern der k-k Monarchie enteignet. Es war auf Grund des Ausgleichs von 1867 ein illegaler Akt, doch die Habsburger waren damals schon ohne Kraft.
  
Große Teile der Zitadella wurden auf städtische Anordnung bis 1901 abgetragen. Dieses Bild zeigt die Abbauarbeiten an der Zitadelle, unten links auf der östlichen Donauseite sind die anfänglichen Bauarbeiten an der Elisabethbrücke zu erkennen. Bei der Namensgeberin Elisabeth handelt es sich um die Kaiserin Elisabeth, die nach einem Spielfilm in den 1960er Jahren im deutschsprachigen Raum plötzlich auch in Deutschland populär wurde und seither fälschlich, wie im Film, SissiLissi genannt war, aber die lispelnde, von Arroganz protzende Kunstsprache der Habsburger Familie genannt wird. Richtig ist aber, dass sie von ihrem Mann, dem Kaiser Franz-Josef II immer nur aus ihr Sissi gemacht hat. Hinzu kommen die unklaren Schriftzüge des Kaisers, die einen Unterschied zwischen den Großbuchstaben L und S nicht ermöglichen.
    
 
 
Das St. Gellért Denkmal am Gellertberg in der Nähe der Elisabethbrücke wurde 1904 aufgestellt und ist nur ein Teil eines gewaltigen Bauwerks aus Treppen und Mauern, die man hier zur Befestigung des zerklüfteten und bröckeligen Kalkgesteins erkoren hat. Große Teile der Treppen wurden im 2. Weltkrieg zerstört und nur zum Teil wieder aufgebaut. 
  
Die Geschichte vom Heiligen Gellert: Der Hl. Gerhardus war ein Mönch und Abt im Benediktinerkloster seiner Haimatstadt San Giorgo (heute Italien). Während einer Reise nach Israel erhielt er den päpstlichen Auftrag, an der Christianisierung der Ungarn mitzuwirken. So reiste er nach Ungarn weiter. Ungarn war damals auch aus dem Osten von Byzanz zum Christentum gedrängt, so wirkte er überwiegend in der Ungarischen Tiefebene mit. Im Hofe Stefans war er mit der Erziehung des Königssohnes Imre bzw. Emmerich beauftragt. Seine Missionsaufgabe erfüllte er so gut, dass er vom Papst im Jahre 1030 zum Erzbischof von Csanád ernannt wurde. Csanád liegt etwas östlich von Szegedin im heutigen Serbien.
  
Eine gläubige Rebellengruppe, die heutzutage heidnisch bezeichnet wird, hat den Erzbischof Gellert zusammen mit seinen Bischöfen im Jahre 1046 gefangen genommen und sie alle getötet. Den Erzbischof haben sie in einen größeren Holzfass gesteckt, in den sie aus allen Richtungen übergroße Nägel hämmerten. Schließlich wurde der Erzbischof am Kelenberg (=Gellértbeerg) von einer Klippe abgerollt, wo seit 1904 seine Statue steht. - Ähnlich sadistisch wurden damals die nicht bekehrungswilligen Ungarn von den Missionaren ins Jenseits befördert und wurde anschließend in Csanád beigesetzt, wi sich auch heute noch sein Sarkophag befindet. Der Heilige Gellért wurde im Jahre 1083 zusammen mit dem Heiligen Stefan heilig gesprochen.
 
So ließ der Heilige Stefan seinen eigenen, gegen die neue Religion rebellierenden Vetter Koppány, der der rechtmäßige Stammesfürst der Ungarn war, beim lebendigen Leibe in vier Stücke teilen und die Körperteile in den vier größten, nicht bekehrungswilligen Ortschaften des Landes auf langen Spießen obenauf als Mahnmäler zur Schau stellen. Seine wichtigste Tat im Sinne von Rom war jedoch die Öffnung und Sicherung des Pilgerweges auf dem ungarischen Gebiet in Richtung Jerusalem. Mit der konsequenten Durchsetzung christlicher Ziele besorgte er päpstliche Verbündete und damit die Fundamente für die Staatsgründung Ungarns auf dem heutigen Landesterritorium. Er starb 1038 und wurde an der Seite seines früh verstorbenen Sohnes Imre in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) begraben und mit ihm zusammen im Jahre 1083 durch den Papst Gregor VII. heiliggesprochen.
  
Kgl. Burgpalast von Budapest Abendlicher Blick von der Zitadella auf den Burgpalast, im Hintergrund steht die Matthiaskirche, dahinter sieht man die Lichter des Rosenhügels.
Die Zitadelle ist heute 230 Meter lang und 40-60 Meter breit. Die Höhe des Mauerwerks beträgt 12-16 Meter. Die Mauer ist an manchen Stellen auch heute noch 9 Meter stark.

Seit der Sowjetbesetzung von Budapest im Jahre 1945 diente die Zitadelle erneut als ausländisches Bollwerk gegen die Bevölkerung. Einerseits wurde hier ein militärbetontes Sowjetdenkmal unter ein Friedensengel gesetzt, für alle sichtbar, wer hier das Sagen hat, andererseits diente die Zitadelle erneut militärischen Zwecken, bis zur politischen Wende im Jahre 1989. Die Statuen der Sowjetsoldaten sind heute im Denkmalpark zu sehen. Heute beherbergt die ausgeputzte Zitadelle einen Gaststättenbetrieb mit Weinkeller und ist schon lange ein vornehmes Ausflugsziel der Budapester Bevölkerung. Im Restaurant der Zitadelle spielt die Musikkapelle Benedek Csík.  Eine Kostprobe aus dem Repertoire dieser vierköpfigen Zigeunerorchester können Sie demnächst hier hören (MP3-Format, 3,5 MB download). Der Primasch spielt das Tschardasch vom Komponisten Monti.
Die Zitadella von Budapest
Den besten, besonders beeindruckenden und prägenden Panoramablick über Budapest (Bild links) hat man vom Fuße der Zitadelle, viel besseren als vom Burgberg. Bei schönem Wetter sieht man von hier weit über die Stadtgrenzen hinaus.  Ein riesiges Feuerwerkspektakel findet hier alljährlich am 20. August (Tag der Staatsgründung, zugleich der Geburtstag des Hl. Stefans und daher der Namenstag Stefan, nach dem ersten gekrönten Oberhaupt der Ungarn) und zu besonderen Anlässen statt.
Der Gellertberg aus dem Süden Der Gellertberg aus dem Süden. Im Hintergrund sind der königliche Burgpalast und die Matthiaskirche zu erkennen. Der Gellertberg erstreckt sich am westlichen Donauufer zwischen den Franz-Josef (benannt nach dem Spender, dem Kaiser, heute: "Szabadság" Brücke) und Elisabeth Brücken (benannt nach der Spenderin Sissi).
Eine ähnliche Perspektive aus dem Jahr 1821 zeigt etwas mehr von den Bergen im Stadtteil Buda - Steindruck der Künstler Jakob Alt und Adolph Kunike. Das Bild zeigt die Ankunft eines Viehtransports am Schlachthof. Im 9. Stadtbezirk (heute Ferencváros, bis zum ersten Weltkrieg von Bevölkerung her beinahe 100%ig deutschsprachige Franzstadt, in Anlehnung an die Wiener Bezirksbezeichnung) befand sich seit 1740 der zentrale Schlachthof von Budapest.
Der Zentrale Schlachthof gehörte bis zur Verstaatlichung im Jahre 1945 den Herz-Brüdern, die ja durch ihre Herzsalami - auch Wintersalami genannt - berühmt geworden sind.
 
Die Salamifabrik gehört heute zur Fa. Pick aus Szegedin. Neulich von der Provinzkonkurrenz aufgekauft und im Handel durch neue Geschmacksvarianten in die Bedeutungslosigkeit getrieben, findet man Herzsalami in den Verkaufsregalen heute nur noch selten .
Die Elisabethbrücke ist heute 290 Meter lang. Sie wurde nach den Plänen von Aurelius Czekelius von 1897 bis 1903 gebaut und galt lange Zeit weltweit als die längste Hängebrücke mit einer einzigen Spannweite zwischen ihren Stützpfeilern. Sie galt als technisches Vorbild für die erst 1926 gebaute Golden Gate Bridge in San Francisco. - Die alte Elisabethbrücke wurde 1945 vollkommen zerstört und erst 1964 wieder aufgebaut. Die beiden Pfeiler der ursprünglichen Brücke standen etwa 50m entfernt vom Donauufer.  Die Elisabethbrücke in Budapest
   
   

Ungarn-Tourist Team                                                                                                               


Copyright © 1999  Ungarn-Tourist  -  Alle Rechte vorbehalten  -  Stand:

In keinem anderen Land und in keiner anderen Großstadt der Welt gibt es so viele Thermal- und Heilquellen,
wie in Ungarn (über 800) und in Budapest.  Allein in der Hauptstadt Budapest gibt es rd. 50 öffentliche Heilbäder.
Ob Germanen oder Ungarn zuerst in Europa waren, diese Frage sei dahingestellt.
Nachgewiesen wurde bereits, dass die Ungarn mit Attila mindestens zum dritten Male und mit Árpád erneut nach Mitteleuropa zurückgekehrt waren.
Attila war ein gotischer Königssohn - hatte ein europäisches Gesicht - fiel im Alter von 12 Jahren in römische Kriegsgefangenschaft.
Er wurde in Padua vom Bischof und späterem Papst, dem Leo I in ungarischer Sprache für die Königsrolle bei den Hunnen erzogen.